F.A.Z. Premium Einspruch

Vowurf des Kolonialismus :
Drei Sahel-Staaten verlassen Internationalen Strafgerichtshof

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Der IStGH verfolgt seit 2002 unter anderem Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Vorwürfe des Völkermords.
Der IStGH verfolgt seit 2002 unter anderem Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Vorwürfe des Völkermords.dpa

Mali, Burkina Faso und Niger wenden sich vom Internationalen Strafgerichtshof ab. Die Regierungen werfen dem Gericht neokoloniale Voreingenommenheit vor – andere sehen darin den Versuch, sich der Strafverfolgung zu entziehen.

Mali, Burkina Faso und Niger haben angekündigt, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) zu verlassen. Die Militärregierungen der drei Sahel-Staaten begründeten den Schritt damit, das in Den Haag ansässige Gericht habe sich in ein „Instrument neokolonialer Unterdrückung in den Händen des Imperialismus verwandelt“. Es handle sich um ein „globales Beispiel selektiver Justiz“, da sich der Gerichtshof vor allem auf Vergehen in ärmeren Ländern, insbesondere in Afrika, konzentriere. Der IStGH habe sich als „unfähig erwiesen, nachgewiesene Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Verbrechen der Aggression zu verfolgen und zu ahnden“. Sie würden die Autorität des Gerichts daher mit sofortiger Wirkung nicht mehr anerkennen.

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