Frankreich beendet Kooperation : Ende der Kooperation
Frankreichs Außenministerium stoppt die kulturelle Zusammenarbeit mit Mali, Niger und Burkina Faso – sehr zum Unmut der Kulturszene.
Auf Anweisung des Außenministeriums haben die französischen Kulturdirektionen (DRAC) staatlich geförderten Kulturinstitutionen die Zusammenarbeit mit Mali, Niger und Burkina Faso verboten. Das geht aus einer E-Mail hervor, aus der die französische Tageszeitung „Le Monde“ zitiert. Der internen Anweisung zufolge sei jede kulturelle Zusammenarbeit „ausnahmslos und ohne Verzögerung“ zu beenden. Auch dürfen Kulturschaffende aus den drei Ländern künftig weder finanziell unterstützt noch nach Frankreich eingeladen werden. Es würden fortan keine Visa mehr für Staatsangehörige dieser Länder ausgestellt. Besonders von dem Verbot betroffen, so „Le Monde“, seien Theater und Tanzensembles. Frankreichs Kulturszene reagiert mit Unmut auf das Verbot. Die Künstlergewerkschaft Syndeac verurteilte den Erlass als künstlerisch unsinnig und kulturpolitisch falsch. Verbote hätten noch nie zu Verbesserungen der weltpolitischen Lage beigetragen. Die Gewerkschaft fordert den Dialog und Solidarität mit verfolgten Kulturschaffenden in den Krisenländern.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar








