Nach Brüssels Scheitern : Europa sucht nach Einfluss in der Sahelregion

In Mali verüben Dschihadisten derzeit heftige Terrorangriffe. Obwohl die EU sich bis vor einigen Jahren stark engagierte, konnte sie nicht verhindern, dass sich die Sahelländer destabilisierten. Die Frage ist, ob Brüssel dort noch etwas erreichen kann.
In den 2010er-Jahren lautete die Losung, Europas Sicherheit entscheide sich in der Sahelregion. Denn dort überlappen sich mehrere Kerninteressen der EU: die Bekämpfung von Terrorgruppen, die Stabilisierung fragiler Staaten vor der eigenen Haustür und das Management von Migration aus Afrika. Doch die europäische Politik war nicht von Erfolg gekrönt. Obwohl die EU vor Ort war und eine von Frankreich geführte Operation und EU-Missionen zum Kapazitätsaufbau durchführte, kam es zu einer „Putsch-Kaskade“, erst in Mali (2020/21), dann in Burkina Faso (2022) und Niger (2023).
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