Klagenfurt-Kolumne „Wörtersee“ : Als Wehklage war das nicht gedacht

Wer stiehlt den heutzutage noch Bücher? Der Erzähler aus Joachim Meyerhoffs Geschichte, die der Autor und Schauspieler beim Bachmannwettbewerb vortrug. Was die Jury in den Text hineinlas, las der Autor in seinem Schlusswort wieder heraus.
Seit der ORF die Bestuhlung geändert hat - früher standen Bierzeltbänke, wo sich jetzt breite Stühle befinden -, ist das Kärntner Studio hoffnungslos überfüllt. Es gibt einfach zu wenige Plätze für die vielen Besucher des Bachmann-Wettbewerbs, der am Donnerstag mit dem ersten Lesetag begonnen hat. Nicht nur wegen des schönen Wetters versammeln sich Literaturfreunde im ORF-Garten auf den blauen Sonnenstühlen und schauen die Übertragung auf dem Bildschirm an. Manche blättern in der „Ingeborg“, dem „sympathischen Blatt für den Bewerb von heute“, wie eine Zeitung sich nennt, die von der Literaturklasse der Universität Hildesheim täglich produziert wird. Die angespannte Stimmung im dunklen, heruntergekühlten Saal überträgt sich indes kaum hinaus in den heißen Julitag.





