Bachmannpreis : Das ist literarischer Missbrauch!

Die Jury wacht auf und beharkt nicht nur die Autoren, sondern auch sich selbst. Die Texte werden besser - und unterschätzt. Beim Bürgermeister wird gemunkelt. Der zweite Tag beim Wettlesen um den Bachmannpreis.
Beim traditionellen Empfang des Klagenfurter Bürgermeisters im Schloss Maria Loretto am Ufer des Wörthersees wurde bei Sekt, Schnittchen und Sonnenuntergang das Wort Amazon gewispert, wohin man sich auch drehte und wendete; doch nichts davon ist hier zitierfähig, leider. Denn niemand im Literaturbetrieb will derzeit gegen den Netzgiganten in den Krieg ziehen, obwohl der mit Knebelverträgen die Verlage ziemlich in den Würgegriff nimmt. So etwas wie die Klagenfurter Tage der deutschsprachigen Literatur wäre unter Amazon-Gesichtspunkten natürlich ein Witz, eine Quantité négligeable, weil es hier zwar um alles Mögliche geht, aber sicherlich nicht um Bücher, die sich gewinnbringend verkaufen lassen.





