Flucht vor dem politischen Chaos
Die politische Lage in Tunesien könnte wieder mehr junge Menschen dazu bringen, sich auf den Weg nach Europa zu machen. Offenbar verlassen auch immer mehr Akademiker das nordafrikanische Land.
Die politische Lage in Tunesien könnte wieder mehr junge Menschen dazu bringen, sich auf den Weg nach Europa zu machen. Offenbar verlassen auch immer mehr Akademiker das nordafrikanische Land.
Nach der Entmachtung der Regierung hat der tunesische Präsident Kaïs Saïed den Direktor des staatlichen Fernsehens und den Militärstaatsanwalt entlassen. Hunderten Unternehmern wirft er vor, sie hätten „öffentliche Gelder geplündert“.
Nach der Entmachtung der Regierung in Tunesien kündigt Präsident Saïed ein hartes Durchgreifen gegen die Korruption im Land an. „Strafrechtliche Einigungen“ seien aber mit denjenigen möglich, die Geld zurückgeben.
Nach der Absetzung der Regierung hat Präsident Kaïs Saïed in Tunesien eine Ausgangssperre und ein Versammlungsverbot verhängt. Aus dem Ausland wächst unterdessen der Druck, zur Verfassung zurückzukehren.
Mit Blick auf steigende Corona-Zahlen denken Bund und Länder über neue Gegenmaßnahmen nach. Die Dressurreiterinnen wollen Gold holen. Und in Bayern steht der Geruch der Heimat auf der politischen Agenda. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Viele Tunesier bejubeln die Entmachtung des tunesischen Ministerpräsidenten Hichem Mechichi durch Staatspräsident Kaïs. Islamisten sprechen vom „Verrat an allen Tunesiern“. Die Lage bleibt angespannt.
Der monatelange Machtkampf in Tunesien eskaliert. Präsident Saied greift durch und hat offenbar Rückendeckung des Militärs. Er betont, die Verfassung gebe ihm das Recht dazu. Seine Gegner sprechen von einem Putsch.
Tunesiens Staatschef Kaïs Saïed hat angesichts heftiger regierungskritischer Proteste den Ministerpräsidenten seines Amtes enthoben und die Arbeit des Parlaments vorerst ausgesetzt.
Präsident Kais Saied kündigte an, die Regierungsgeschäfte an der Seite eines neuen Ministerpräsidenten zu übernehmen.
Zehn Jahre, nachdem sie die Ben-Ali-Diktatur zu Fall gebracht haben, sind viele Tunesier ernüchtert und sehnen sich nach etwas Neuem. Die Verzweiflung im Land wächst – und Populisten erhalten immer mehr Zuspruch.
Der designierte Ministerpräsident Jemli ist mit seinem Kabinettsvorschlag gescheitert. Präsident Saied hat nun zehn Tage Zeit, um in Abstimmung mit den Parteien einen neuen Regierungschef zu benennen – ansonsten stehen Neuwahlen an.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach bei einem Besuch in Tunesien nach eigenen Angaben mit seinem tunesischen Kollegen Kaïs Saïed über das Ziel, in Libyen möglichst schnell einen Waffenstillstand zu erreichen und „den politischen Prozess wieder in Gang zu bringen“.
Pressefreiheit, Frauenrechte, Koranschulen, IS-Rückkehrer: Die Investigativreporterin Hanène Zbiss bearbeitet große Themen. Jetzt hat sie für ihren Mut den Raif Badawi Award erhalten.
Ohne Partei oder Wahlkampfmaschinerie wird Kaïs Saïed zum Präsidenten Tunesiens gewählt. Vor allem junge Wähler bescheren ihm einen deutlichen Sieg. Nun will er das System reformieren.
Erste Prognosen sagen dem Juristen Kaïs Saïed einen Sieg bei der Präsidentenwahl voraus. Er punktete vor allem bei Jüngeren. Die Wahl hatte sich am Donnerstag zugespitzt, nachdem Saïeds Gegenkandidat aus der Untersuchungshaft entlassen wurde.
Tunesien ist sich über die Zukunft seines Landes so uneinig wie nie zuvor. Vor der Parlamentswahl am kommenden Sonntag steigt nun die Sorge, dass das Land unregierbar werden könnte.
Bei den Präsidentenwahlen in Tunesien strafen die Wähler die etablierten Parteien ab. Als wahrscheinliche Kandidaten für eine Stichwahl gelten zwei Außenseiter.