Präsidentenwahl :
Konservativer Außenseiter gewinnt in Tunesien

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Dürfte Tunesiens neuer Regierungschef werden: Der konservative Jurist Kaïs Saïed
Dürfte Tunesiens neuer Regierungschef werden: Der konservative Jurist Kaïs Saïeddpa

Erste Prognosen sagen dem Juristen Kaïs Saïed einen Sieg bei der Präsidentenwahl voraus. Er punktete vor allem bei Jüngeren. Die Wahl hatte sich am Donnerstag zugespitzt, nachdem Saïeds Gegenkandidat aus der Untersuchungshaft entlassen wurde.

Sein Sieg wird ihm kaum noch zu nehmen sein. In Tunesien hat der konservative Jurist Kais Saïed am Sonntag offenbar die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen. Laut gleichlautenden Prognosen der beiden führenden Meinungsforschungsinstitute erhielt der parteilose Kandidat mehr als 70 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Nabil Karoui kam demnach auf weniger als 30 Prozent. Das Sigma-Institut, dessen Nachwahlbefragungen sich bei der ersten Wahlrunde am 15. September und bei der Parlamentswahl am 6. Oktober als zuverlässig erwiesen hatten, sah den Verfassungsrechtler sogar bei 76 Prozent. Das endgültige Ergebnis wird zwar wohl erst am Dienstag vorliegen. In Tunis feierten jedoch seine Anhänger Saïed schon in der Nacht zum Montag mit Hupkonzerten und Feuerwerkskörpern.

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