Parlamentswahl in Tunesien :
Fünfzehntausend Kandidaten für 217 Mandate

Von
Hans-Christan Rößler, Lissabon
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In den vergangenen Jahren haben die Tahya-Tounes-Partei von Ministerpräsident Youssef Chahed und die moderat islamistische Ennahda-Partei für relative Stabilität gesorgt.
In den vergangenen Jahren haben die Tahya-Tounes-Partei von Ministerpräsident Youssef Chahed und die moderat islamistische Ennahda-Partei für relative Stabilität gesorgt.AFP

Tunesien ist sich über die Zukunft seines Landes so uneinig wie nie zuvor. Vor der Parlamentswahl am kommenden Sonntag steigt nun die Sorge, dass das Land unregierbar werden könnte.

Es ist erst die dritte freie Parlamentswahl seit der friedlichen Revolution vor acht Jahren. Doch der demokratische Aufbruch Tunesiens droht in einer politischen Blockade steckenzubleiben. Die sieben Millionen Wähler, die am kommenden Sonntag zur Wahl aufgerufen sind, sind sich so uneinig über die Zukunft ihres Landes wie nie zuvor – und vor allem sind sie unzufrieden. Das lässt sich schon an den meterlangen Plakatwänden in den Städten und Dörfern ablesen, auf denen Platz geschaffen wurde für die insgesamt mehr als 15.000 Kandidaten, die sich um die 217 Mandate im Parlament bewerben.

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