Der Junge in höchster Gefahr
Hier wird fast alles einem großen Gefühl geopfert: Felix van Groeningens Spielfilm „Beautiful Boy“ erzählt eine Vater-Sohn-Geschichte, die unter Drogeneinfluss steht.
Hier wird fast alles einem großen Gefühl geopfert: Felix van Groeningens Spielfilm „Beautiful Boy“ erzählt eine Vater-Sohn-Geschichte, die unter Drogeneinfluss steht.
Viele Menschen wollen sich nicht mit ihrem Letzten Willen befassen, weil sie sich dann auch mit ihrer Sterblichkeit auseinandersetzen müssten. Aber: Verdrängen hilft niemandem.
Auch wenn keiner gerne darüber nachdenkt: Wir müssen zu Lebzeiten dafür sorgen, dass nach einem Unfall der Wille des Patienten geschieht und die Nachkommen das Vermögen sichern können.
Die lustvolle Aneignung geschichtlicher Wirklichkeiten hat heute in Island reale gesellschaftspolitische Konsequenzen. Ein idealer Ansatzpunkt für einen Roman.
Wenn der neue Partner schon Kinder hat, ist das für manche ein Problem: Bisweilen steigert es sich zu extremer Eifersucht auf den Sohn oder die Tochter – und kann ein K.-o.-Kriterium für neue Beziehungen sein. Was hilft?
Die Kleinen baden im Wasser. Die Eltern hängen an ihren Smartphones. In den letzten Jahren riskieren immer mehr Erwachsene das Leben ihrer Kinder – weil sie auf dem Handy nichts verpassen wollen.
Der neue Roman „Alle, außer mir“ von Francesca Melandri fragt nach Identität und Verdrängung, nach Familie und Kolonialismus. Ein grandioses Drama, das gänzlich auf Bewältigung verzichtet.
Helfen ist immer gut. Ein Helfer hat das Herz auf dem rechten Fleck. Und wenn eine Woge der Hilfsbereitschaft ein ganzes Land erfasst, kann das so verkehrt nicht sein. Oder doch? Ist eine schlichte Wahrheit zwangsläufig naiv?
Schnuppertage, Schwulenwitze und der kurze Traum vom Patchworkglück: Eine alte Dame will ein Einfamilienhaus in C-Lage vermieten. Bald dämmert ihr, reich wird sie höchstens an Erfahrung.
Ein Mädchen wird auf einer kleinen Insel im Archipel Elisabeth Islands auf einem lecken Boot angespült: Lauren Wolks Jugendroman „Eine Insel zwischen Himmel und Meer“ erzählt die Geschichte einer Unberührbaren.
Eine Patchworkfamilie kämpft in der Bergeinsamkeit um Zuneigung: Jan Zabeils Kinodrama „Drei Zinnen“ entdeckt die unplanbare Wirklichkeit des Zwischenmenschlichen.
Martin Brambach war lange Jahre ein Mann der zweiten Reihe, der jeden noch so banalen Fernsehfilm mit seinen Nebenfiguren vergoldete. Seit er „Tatort“-Kommissar ist, hat sich alles geändert. Oder?
Autoritär, distanziert und streng: So sieht das klassische Bild des Großvaters aus. Doch das wandelt sich gerade, sagt Sozialwissenschaftler Eckart Hammer.
Jede Menge prima Ordnungswidrigkeiten, feuer- und baupolizeilich Verbotenes sowie Tanzkampfszenen auf Discomusik der späten Achtziger: „Ich – einfach unverbesserlich 3“ fehlt die Geschichte.
Die neueste Heimsuchung: Der Hausbesuch und die Homestory sind bei Politikern wieder in.
Der schönste Tag des Lebens aus professioneller Sicht: Hochzeitsphotographen sehen, wie sich die Einstellung zum Bund für das Leben geändert hat. Liebe und Romantik verdrängen volatile Beziehungsmodelle.
Der Schriftsteller J.D. Vance führt mit seiner Autobiographie „Hillbilly-Elegie“ in eine Welt, der er selbst entkommen konnte. Es ist die Welt der Trump-Wähler. Unsere Besprechung von 2017.
Fürsorge? Dominanz? In ihren neuen Erzählungen „Tiere für Fortgeschrittene“ lotet Eva Menasse familiäre Untiefen aus.
Die Kinderbuchautorin Jutta Richter hat gestern für die F.A.Z.-Sonntagsgeschichten aus ihrem Buch „Ich bin hier bloß das Kind“ gelesen – und ist dafür selbst in alle Rollen geschlüpft.
Eltern, zwei Kinder, Reihenhaus. Für getrennte Familien passt das nicht mehr. Sie brauchen mehr Raum und flexible Grundrisse. Doch an guten Lösungen mangelt es.
Kindern fällt es oft schwer, ihre Stiefeltern zu akzeptieren. Zu groß ist die Angst, man müsse jetzt teilen. Therapeut Wolfgang Krüger und seine erwachsene Stieftochter erzählen, wie aus Feindschaft ein Vertrauensverhältnis wurde.
Neues Jahr, neue Entdeckungen! Justin Bieber kreuzt sich mit einem Grizzly und einem Eisbär, Kylie Jenner hat tolle Regeln für ihren neuen Shop, Daniela Katzenberger erfindet die Katze-Kerze – und Heinz Hoenig spricht mit seiner verstorbenen Frau.
Nichts versöhnt den Untertanen mit dem Treiben seiner Herrscher so sehr wie ein öffentlicher Park. Deshalb stünde es der Berliner Republik gut zu Gesicht, mit einem Lustgarten Drogen, Mietpolitiker und Altersarmut vergessen zu machen.
Sechs prominente Mütter bewerten gegenseitig ihre Erziehung im Fernsehen. Damit wollen sie mehr Anerkennung für den Fulltime-Job „Mutter“ schaffen. Nur funktioniert das nicht.
Soul der Siebziger und Oldschool-Hiphop: „Here“, das neue Album der Sängerin Alicia Keys, ist wie ihr neuerdings stets ungeschminktes Gesicht. Es spiegelt die Vergangenheit und verrät, welche Gedanken es bewegt haben.
Der neue Lehrplan für Hessen sieht auch die „Akzeptanz“ homosexueller Lebensweisen als Unterrichtsziel vor. Der Elternbeirat lehnt das ab. Das Land hält am Plan fest.
Wenn die Partner Kinder in die Ehe mitbringen, kann die Hochzeitsreise anstrengend geraten. Und was, wenn man ständig glaubt, dass der Andere einen wieder verlässt? Eine Geschichte aus zwei Perspektiven.
Sexuelle Freiheit war gestern, heute halten AfD und linke Empörung Wacht: Seit im Netz jederzeit moralische Todesurteile gesprochen werden, sind nicht einmal Sexskandale mehr das, was sie früher waren.
Hinterlistig und eifersüchtig? Solche Eigenschaften werden Stiefmüttern gerne zugeschrieben. Doch ein gutes Verhältnis zu den Kindern des neuen Partners liegt nicht im Bereich des Unmöglichen.
Ausspioniert noch im Schlaf: Kerstin Gier schließt ihre „Silber“-Trilogie ab. Im „Dritten Buch der Träume“ macht sich eine Reihe finsterer Gestalten zunutze, dass man gemeinsam träumen kann.
Die Alternative für Deutschland ist wie ein Eisverkäufer: Beide müssen einiges zusammenrühren, um sich bestmöglich zu verkaufen.
Mit Trauschein müsste er weniger Pflegekosten für seinen Vaters übernehmen: Ein Familienvater findet das ungerecht und lässt es auf einen Prozess ankommen. Aber der Fall hat seine Tücken.
Wie soll man Jugendlichen von Massenmördern und organisierter Vernichtung erzählen? Thomas Sandkühler hat einen Mittelweg zwischen Biographie und Gesellschaftsgeschichte gefunden. Sein Hitler-Buch empfiehlt sich für junge Leser.
Die Amazon-Serie „Fear the Walking Dead“ reicht die Vorgeschichte zu der Horrorserie „The Walking Dead“ nach. Zombies ziehen immer. Trotzdem dürfte der Serienableger die Zuschauer enttäuschen.
Die Wulffs haben noch einmal geheiratet, diesmal kirchlich. Die Deutschen sind gerührt von der Liebesgeschichte, die nun Hollywood verfilmen sollte.
Früher flohen Familien aufs Land, doch das ist längst nicht mehr so. Dabei gibt es in der Stadt zu wenig Wohnraum für Lebensformen wie Patchwork-Familien oder Mehrgenerationen-Wohnen.