Die richtige Botschaft für Syrien
Es ist gut und richtig, dass Außenministerin Baerbock den neuen Herrschern Syriens die Hand ausstreckt. Doch es kommt auf den richtigen Ton an – und den nötigen Realismus.
Die Taliban verbieten Inhalte von und für Frauen an afghanischen Universitäten. Auch Werke über Menschenrechte, Politik und sexuelle Belästigung stehen auf dem Index.
Es ist gut und richtig, dass Außenministerin Baerbock den neuen Herrschern Syriens die Hand ausstreckt. Doch es kommt auf den richtigen Ton an – und den nötigen Realismus.
Als erste EU-Außenminister sind Annalena Baerbock und Jean-Noël Barrot nach Damaskus gereist. Sie kamen mit ausgestreckten Händen – und mit Bedingungen.
Hardliner haben in Teheran eine „Klinik zur Überwindung der Kopftuchlosigkeit“ eröffnet. Sie soll Aktivistinnen als krank diskreditieren. Kritik kommt von Psychologen.
„Ich bin die Tochter von zwei Immigranten, die sich ihren Arsch abarbeiten mussten“: Mit deutlichen Worten hat sich Cardi B gegen Elon Musk verteidigt. Er hatte sie als „Marionette“ von Kamala Harris bezeichnet.
Jina Mahsa Amini starb 2022 in iranischem Polizeigewahrsam. Nun wird sie in Frankfurt mit einem Patz geehrt. Das soll ein Zeichen setzen.
Seit drei Jahren herrschen die Taliban. Es wird Zeit, die deutsche Afghanistanpolitik zu überprüfen. Dabei kommt es nicht darauf an, was Aktivistinnen im Exil wollen.
Menschenrechtsaktivisten üben scharfe Kritik an einer UN-Konferenz mit Vertretern der Taliban-Regierung in Doha. Die Islamisten wissen diese Bühne zu nutzen.
In Kasachstan kommen selbst schwere Fälle häuslicher Gewalt nur selten vor Gericht. Der brutale Mord des früheren Wirtschaftsministers an seiner Frau könnte das nun ändern. Der Druck auf die Politik wächst.
Nach und nach haben Frauen mehr Rechte erhalten. Dadurch verschiebt sich die Verwendung des Familieneinkommens – mit positiven Effekten. Welche Mechanismen waren dabei am Werk? Ein Gastbeitrag.
Die inhaftierte Frauenrechtlerin werde für „ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen in Iran und ihren Kampf für Menschenrechte und Freiheit für alle“ geehrt, hieß es zur Begründung.
In Russland werden Feministinnen eingesperrt und Frauenrechte beschnitten. Selbst die liberale Opposition blendet das aus. Die konservative Wende begann schon in der späten Sowjetunion. Ein Gastbeitrag.
Jugendliche mit Migrationshintergrund erklären Freibäder zu ihrem Territorium. Frauen gelten als Freiwild. Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Schönfärberei. Man hätte längst etwas dagegen tun müssen.
Die wahre Cancel Culture ist die, die darin besteht, das Kulturerbe Aleppos in Schutt und Asche zu legen oder auf Menschen zu schießen, weil sie in Paris tanzen. Sie löscht Sprachen, Religionen und Gemeinschaften aus.
Die Taliban inszenieren sich auf ihrem Vormarsch auf Afghanistans Hauptstadt Kabul als moderate und disziplinierte Kraft. Erfahrungen aus eroberten Provinzhauptstädten deuten aber auf düstere Zeiten hin.
Die Türkei hat die Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen verlassen. Die Schriftstellerin Asli Erdogan sagt, was das bedeutet. Ein Gespräch über Gewalt und Machismo in der türkischen Gesellschaft.
Toxischer Volksfeind: Nur wenige Russen wagen, sich für den kranken Häftling Nawalnyj einzusetzen. Schriftsteller appellieren an christliche Milde. Stattdessen lebt der Moralkodex der Stalinzeit wieder auf.
Vor 50 Jahren schafften die Behörden die Anrede „Fräulein“ ab. Dafür sind lauter schöne neue Wörter hinzugekommen. Der „Second Gentleman“ etwa – der seinen Job als Ehemann der amerikanischen Vizepräsidentin hinreißend ernst nimmt.
Die Handball-EM 2024 wird erstmals in Deutschland stattfinden, im Iran dürfen Frauen ins Fußballstadion und die deutsche Wirtschaft wächst: Das sind die erfreulichen Meldungen, die in dieser Woche zu kurz gekommen sind.
Vor wenigen Monaten schrieb ich einen Roman über einen Aufstand der Frauen in Saudi-Arabien. Nun scheint die Wirklichkeit meine Fiktion einzuholen. Ein Gastbeitrag.
Die SPD hat ihr Regierungspersonal nach zwei Kriterien gewählt. Erstens: Sigmar Gabriel muss weg. Zweitens: Niemand soll Andrea Nahles überstrahlen.
In Russland steht der Kampf von Frauen gegen Belästigung noch ganz am Anfang. Ein Abgeordneter bedrängt eine Journalistin und ist auch noch stolz darauf. Doch er bekommt auch Kontra.
Am internationalen Frauentag haben in Istanbul Tausende Menschen demonstriert – und so dem Ausnahmezustand getrotzt, der in der Türkei andauert. Regierungskritische Parolen blieben dennoch die Ausnahme.
Nach den Belästigungen beim Schlossgrabenfest äußert sich der hessische Innenminister Peter Beuth. Religion legitimiere keine Übergriffe. Doch die Fälle einzuordnen ist nach wie vor schwierig.
Die Grünen in Rheinland-Pfalz halten an ihrem einwanderungsfreundlichen Kurs fest und wettern gegen die Flüchtlingspolitik von Julia Klöckner. Vor allem arbeiten sie sich aber an den „Rechtspopulisten und Halbnazis“ ab – an der AfD.
Der G-7-Gipfel ist mehr als Krisendiplomatie: Es geht darum, wie Wohlstand für möglichst viele Menschen erreicht werden kann. Dazu gehören Klimaschutz, Kampf gegen Seuchen, gute Arbeitsbedingungen weltweit, Frauenrechte. Ein Gastbeitrag der Bundeskanzlerin.
Das Label „Comme il faut“ aus Israel entwirft hochpreisige Damenkleidung. Die Gründerin, Sybil Goldfainer, will Kleidung und den Kampf um Frauenrechte vereinen. Das allerdings stößt in Israel auf viel Kritik.
Bundespräsident Gauck hat bei seinem Staatsbesuch in Indien die demokratischen Errungenschaften des Landes gewürdigt. Er kritisierte die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen.
Im Kampf um die Quote geht es um ein Grundrecht. Das Dumme ist, dass wir Frauen nicht wirklich zusammenhalten. Ein Plädoyer für eine konzertierte Aktion.
Mit dem Friedensnobelpreis werden in diesem Jahr die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, deren Landsfrau Leymah Gbowee und die jemenitische Journalistin Tawakkul Karman ausgezeichnet. Mit ihr erhält auch eine Aktivistin der Arabellion die Auszeichnung.