„Friedensplan“ für die Ukraine : Wie kann man Trump von Putin weglocken?

Die Europäer haben hart daran gearbeitet, den amerikanischen „Friedensplan“ zu entschärfen. Aber wie lange wird ihr Erfolg halten?
Mittwoch, 19. November
Washington, in der Nacht. Wieder einmal werden die Europäer von Donald Trump kalt erwischt. Das amerikanische Nachrichtenportal „Axios“ berichtet von einem 28-Punkte-Friedensplan des Weißen Hauses für die Ukraine, der „heimlich in Absprache mit Russland“ ausgearbeitet worden sei. In Europas Hauptstädten ist man entsetzt, auch in Berlin. Denn schnell ist klar: Der Plan käme einer Kapitulation der Ukraine gleich. Andererseits hat man mittlerweile Erfahrung mit Trumps Verhandlungsweise. Man weiß, dass das Pendel mal in die eine Richtung ausschlägt, mal in die andere – und dass man jetzt möglichst viel Einfluss auf die Schwungrichtung nehmen muss. Selbst wenn unklar ist, wer hinter dem „Plan“ steckt: Washington? Der Kreml? Und wer hat gerade Trumps Ohr? Vizepräsident Vance und Witkoff, von denen es heißt, sie seien offen für Einflüsterungen aus Moskau? Oder Außenminister Rubio, der Putin gegenüber als härter gilt?
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