Weltweite Protestbewegungen : Tage des Zorns

Ob in Lateinamerika, Hongkong oder dem Mittleren Osten: Auf der ganzen Welt begehren junge Menschen gegen ihre Regierung auf. Was verbindet die Proteste?
Die Welt ist in Aufruhr. Beinahe im Wochentakt, so scheint es, bricht irgendwo ein neuer Aufstand aus. Der jüngste begann vor wenigen Tagen in Kolumbien. Ein von Gewerkschaften angeregter „Generalstreik“ zog Hunderttausende auf die Straße, um gerechtere Renten, mehr Geld für die Universitäten und anderes zu fordern. Die Proteste halten an, täglich klappern Demonstranten mit Kochtöpfen, angetrieben auch von der Polizeigewalt, die schon erste Todesopfer gefordert hat. Zuvor waren Proteste in Ecuador, Chile und Bolivien ausgebrochen. In Chile entzündete sich der Aufstand an der Erhöhung der Fahrpreise im Nahverkehr, in Bolivien war es die Wahlfälschung zugunsten des Präsidenten Evo Morales, in Ecuador eine Benzinpreiserhöhung. Und in Venezuela und Nicaragua befindet sich das Volk ohnehin im Kampf gegen autoritäre Systeme.
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