Es ist keine Zeit zu verlieren
Für alle Beteiligten steht außer Frage, dass die Raubkunst aus Gurlitts Sammlung an die rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden muss. Aber wann ist es so weit?
Für alle Beteiligten steht außer Frage, dass die Raubkunst aus Gurlitts Sammlung an die rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden muss. Aber wann ist es so weit?
Die Familie Gurlitt wehrt sich gegen Unterstellungen. Raubkunst will sie bedingungslos zurückgeben. Was geschieht nun mit dem Vermächtnis des verstorbenen Kunstsammlers?
Eine Tagung gibt neue Einsichten zum Schwabinger Kunstfund. Das „Deutsche Zentrum Kulturgutverluste“ muss daraus die politischen Konsequenzen ziehen.
Das neue „Deutsche Zentrum Kulturgutverluste“: Kulturstaatsministerin Monika Grütters erläutert im Gespräch ihr erstes großes Projekt zur Provenienzforschung.
Ende der Woche soll endlich eine Stiftung zur Raubkunstaufklärung gegründet werden: Die Regierung gibt Millionen aus für die Forschung. Nur die Erben kommen nicht zu ihrem Recht.
Die Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ hat herausgefunden, dass das Liebermann-Gemälde aus der Gurlitt-Sammlung Raubkunst ist. Vor einer Rückgabe muss jedoch erst das Erbe Gurlitts geregelt werden.
Ein Raubkunstgemälde, das der Kunsthändler Gurlitt für Hitlers „Führermuseum“ kaufte, ist den Erben eines NS-Kasernenwarts zugesprochen worden. Ein Skandal?
Erleichterung in den Berliner Museen über eine gute Nachricht: 450 Werke der Klassischen Moderne wurden von Provenienzforschern geprüft. 85 Prozent gehören nicht zur Raubkunst der Nationalsozialisten.
Eine Sensation und ein mutiger Schritt: Die Geschäftsbücher des Kunsthändlers Adolf Weinmüller werden online zugänglich gemacht. Die Veröffentlichung der Auktionskataloge hat unabschätzbare Folgen.
Cornelius Gurlitt hat seine Kunstsammlung dem Berner Museum vermacht. Dort scheint man begierig, die Bilder zu nehmen. Doch die Chefin der Taskforce, die prüft, wie viel Raubkunst in Gurlitts Sammlung steckt, hebt den Finger.
Das Bild könnte NS-Raubkunst sein: Oskar Kokoschkas „Pariser Platz in Berlin“ hing bis vor kurzem im Arbeitszimmer von Hermann Parzinger, dem Präsidenten der Preußenstiftung. Deshalb vorschnell einen Skandal zu inszenieren, verbietet sich aber.
Im Historischen Museum und im Städel-Museum in Frankfurt wird systematisch nach NS-Raubkunst gesucht. Die Arbeit ist sehr kompliziert - und könnte auch in weiteren Häusern nötig werden.
Wie kann man im Fall Gurlitt zwischen Opfern und Tätern versöhnen? Bei einer Münchner Tagung zu Raubkunst und Restitution machte der Historiker Michael Wolffsohn dazu einen bemerkenswerten, aber unpraktikablen Vorschlag.
Die neue Kulturstaatsministerin meint es ernst: Unter der Ägide des Kanzleramts will Monika Grütters zusammen mit Ländern und Kommunen ein Zentrum für die Erforschung nationalsozialistischer Raubkunst errichten.
Seit dem Fall Gurlitt ist klar: Der Gesetzgeber in Fragen der NS-Raubkunst versagt. Auf einmal betrifft das Problem hunderte Familien. Nun beraten die Ausschüsse des Bundesrats über den bayerischen Entwurf zur „Lex Gurlitt“.
Deutschland wird für den vorbildlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit weltweit bewundert. Verspielt es diesen Ruf durch die Raubkunst? Eine Rede von Ronald S.Lauder, dem Präsidenten des World Jewish Congress.
Das Frankfurter Städel steht vor der Frage, ob es zu Zeiten des „Dritten Reichs“ entzogene Gemälde zurückfordern soll. Das jüdische Museum könnte damit viel Unbehagen säen.
In diesen Tagen schaut die Welt wieder auf Deutschland: Zum ersten Mal spricht die Kulturstaatsministerin darüber, was sie beim Umgang mit Raubkunst hierzulande ändern will.
Freiwillig, so wurde Cornelius Gurlitt im November zitiert, gebe er nichts zurück. Jetzt signalisiert der Anwalt des Münchner Kunstsammlers, bei dem mögliche Raubkunst gefunden worden war, Gesprächbereitschaft.
Raubkunst ist für die neue Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ein zentrales Thema. Anschauungsunterricht nahm sie in einer Ausstellung im Jüdischen Museum.
Wie kam ein Stillleben des Malers Justus Juncker 1935 ins Historische Museum, und warum musste Mario Uzielli damals seine Kunsthandlung liquidieren? Die Kunstdetektivin Maike Brüggen forscht nach der Herkunft von Gemälden, die in der Nazizeit ins Haus gelangten.
Die Sammlung des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt sorgt auch in der hessischen Landeshauptstadt für Aufregung. Denn das Museum Wiesbaden hat Raubkunst im eigenen Haus. Die Suche nach Verstrickungen mit dem Fall Gurlitt läuft.
Der New Yorker Kunsthändler Richard Feigen klagt gegen das Auktionshaus Lempertz in Köln: Die Entscheidung könnte für den Handel mit restitutionsbehafteten Bildern grundsätzliche Folgen haben.
Wer Raubkunst sucht, der findet. Und im Städel oder dem Historischen Museum wird gesucht. Das Problem ist, dass an einem Stück dubioser Herkunft kein Schild mit der Aufschrift „Raubkunst“ hängt.
Raubkunst findet sich vielerorts. Porzellanfiguren aus der Sammlung Budge hat nun das Mainzer Landesmuseum zurückgegeben. Zu den Erben zählt das Frankfurter Budge-Heim.
Droht die Herausgabe von im Nationalsozialismus geraubter Kunst an der dreißigjährigen Verjährungsfrist zu scheitern? Nach dem Kunstfund in Schwabing will der bayerische Justizminister Winfried Bausback das verhindern.
Bereits 1949 war Hildebrand Gurlitt Leihgeber für die Schau „Der Blaue Reiter“ in München. Die vermeintlichen Retter der Moderne waren oft Akteure des NS-Kunstbetriebs. Sie kämpften gegen die Rückgabe von Raubkunst aus jüdischem Besitz.
Die Fassungslosigkeit stand Michael Naumann ins Gesicht geschrieben. Der Föderalismus hatte dafür gesorgt, dass der einstige Kulturstaatsminister nichts gegen die Museen ausrichten konnte, die an der Raubkunst in ihren Depots festhalten.
Mit Cornelius Gurlitt ist ein Präzedenzfall geschaffen worden: Offenbar wird von Privatpersonen, die im Besitz von Raubkunst sind, mehr Transparenz gefordert als von öffentlichen Institutionen.
Am Wochenende präsentierte die französische Illustrierte „Paris-Match“, die jeweils am Mittwoch erscheint, im Internet vorab das angeblich erste aktuelle Foto
Frankfurt/Leipzig (dpa). 125 historische Bücher, die deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg aus Russland geraubt haben, kehren zurück ins Schloss Pawlowsk.
Was hat Cornelius Gurlitt mit der Kunst getan und was die Kunst mit Cornelius Gurlitt? Die in München sichergestellten Gemälde werfen nicht nur juristische Fragen auf.
Jahrzehntelang hatten wertvolle Meisterwerke der Klassischen Moderne in einer Münchner Wohnung gelagert. Zollbeamte fanden die als verschollen geltenden Schätze. Die Bundesregierung wusste bereits seit Monaten von dem Fund.
Klimts „Wasserschlangen II“ sind als Raubkunst bekannt. Seit fünfzig Jahren wurden sie nicht mehr öffentlich gezeigt. Jetzt gibt es Gerüchte, dass das Bild von Sotheby’s in einem Privatverkauf vermittelt wurde - ins Ausland.
Sie zählen zu den bedeutendsten Goldschmiedearbeiten des Mittelalters: 1935 wurden sie von antisemitisch verfolgten Kunsthändlern an den preußischen Staat verkauft. Ihre Erben klagen auf Rückgabe. Nun meldet sich Israels Kulturministerin zu Wort.
Bis vor wenigen Jahren war es ein Tabu-Thema: Auch Soldaten aus den Vereinigten Staaten stahlen im Kontext des Zweiten Weltkriegs Kunst aus Deutschland. Immer mehr Stücke tauchen derzeit in amerikanischen Auktionen auf.