Kommentar : Raubkunst überall
Wer Raubkunst sucht, der findet. Und im Städel oder dem Historischen Museum wird gesucht. Das Problem ist, dass an einem Stück dubioser Herkunft kein Schild mit der Aufschrift „Raubkunst“ hängt.
Gurlitt ist kein Einzelfall. Vielerorts in Deutschland und Europa sind jüdische Sammlungen geplündert und gestohlene oder abgepresste Kunstobjekte in den Kunstmarkt eingeschleust worden. Und in vielen Museen und Sammlungen befindet sich heute noch Raubkunst. Nun hat das Landesmuseum in Mainz fünf Porzellanfiguren aus der Sammlung der Emma Budge an deren Erben, darunter die Frankfurter Budge-Stiftung, zurückgegeben. Nächste Woche wird das Historische Museum verkünden, dass es weitere Raubkunst entdeckt hat, und irgendwann wird wohl auch das Städel einen neuen Fund melden.






