Zahl der Masern-Fälle steigt weiter
Angesichts der weiter zunehmenden Zahl der Fälle von Masern in Hessen ruft Sozialminister Grüttner zu Impfungen auf. Kinderkrankheiten wie Masern oder Röteln seien nicht harmlos, warnt er.
Angesichts der weiter zunehmenden Zahl der Fälle von Masern in Hessen ruft Sozialminister Grüttner zu Impfungen auf. Kinderkrankheiten wie Masern oder Röteln seien nicht harmlos, warnt er.
In Leipzig, Duisburg und Frankfurt versuchen Gesundheitsämter, die jüngsten Ausbrüche einzudämmen. In Frankfurt wurden dafür sogar Schüler vorübergehend suspendiert.
An Schulen im Frankfurter Westen besteht weiter das Risiko, sich mit Masern anzustecken. 45 Personen dürfen deshalb weiter nicht in ihre Unterrrichtsräume.
In einem Gymnasium in Frankfurt-Höchst und im Hochtaunus gibt es neue Masern-Verdachtsfälle. Alle drei Fälle sind noch nicht durch Laboruntersuchungen bestätigt.
An einem Gymnasium in Frankfurt ist es nach Masernfällen zu Schulverboten gekommen. Fälle an anderen Schulen seien derzeit nicht bekannt, erklärte das Gesundheitsamt.
An einer Frankfurter Schule sind Jugendliche an Masern erkrankt. Nun muss das Gesundheitsamt die Impfausweise von 800 Oberstufenschülern prüfen. Schuld sind unvorsichtige Eltern.
Wissenschaftler sind unzufrieden: Deutschland ist bei der Eliminierung von Masern Schlusslicht in Europa. Doch es gibt auch eine gute Nachricht.
Nur 63 Prozent aller Kleinkinder sind in Deutschland ausreichend gegen Masern geimpft. Die WHO will die Krankheit ausrotten. Doch keine Region erreicht den dazu notwendigen Wert.
Robert De Niro nimmt einen umstrittenen Film aus dem Programm seines New Yorker Tribeca Festivals. Die Produzenten sehen sich als Opfer einer Verschwörung, Medien wundern sich, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Im Internet hat ein Impfgegner die Existenz von Masernviren bestritten und demjenigen viel Geld versprochen, der sie nachweisen könne. Als das passierte, wollte er nicht zahlen. Ein Gericht gab ihm nun recht. Warum?
Wissenschaftler sind oft daran gescheitert, Methoden zu entwickeln, wie Impfskeptiker vom Nutzen der Vakzination überzeugt werden können. Nun hatten amerikanische Psychologen Erfolg: Sie nahmen sich die Ängste der Impfgegner vor.
Im Frühjahr starb eine Frau im Bundesstaat Washington an Masern, bekannt wurde der Fall erst jetzt. Sie ist die erste Maserntote seit 2003 in Amerika. Seit mehreren Monaten grassiert der Virus wieder in dem Land. Masern zählen zu den ansteckendsten Krankheiten der Welt.
Das verstärkte Auftreten von Masern durch ungeimpfte Kinder hat nun auch auf politischer Ebene Konsequenzen: Die Koalition will den Druck erhöhen, sich impfen zu lassen.
Dass die Masernimpfung Autismus auslösen kann, ist ein seit Jahren kursierendes, falsches Gerücht. Forscher haben jetzt sogar gezeigt, dass die Impfung für Kinder, die ein erhöhtes Risiko für Autismus tragen, völlig ohne Folgen bleibt.
Im Fall des Berliner Masern-Ausbruchs ist noch kein Ende in Sicht. Bundesgesundheitsminister Gröhe stellt eine Impfpflicht in Aussicht, sollte sich die Lage nicht bessern.
Viele Städte und Regionen verzeichnen weiterhin auffallend viele Masern-Fälle. Verantwortlich dafür sind nicht nur Eltern, die ihren Nachwuchs nicht impfen lassen. Auch ungeimpfte Erwachsene sind maßgeblich am Ausbruch beteiligt.
Frank Plasberg rührte in seiner Sendung so einiges zusammen: Masernimpfung, Homöopathie und dubiose Heiler. Über die Impfung zu debattieren, hätte aber eigentlich schon den Abend gefüllt. Nur: Gibt man so nicht den Impfgegnern ein Forum?
Nach Ebola könnte in Westafrika die nächste Epidemie drohen. Durch den Zusammenbruch der Gesundheitssysteme haben Kinder massenweise die fällige Masernimpfung verpasst. Amerikanische Epidemiologen skizzieren die möglichen Folgen.
Die Masern gehen um, und für einige Menschen heißt das: Besser zuhause bleiben! Eine Mutter erzählt von ihren verlorenen Jahren und warum sie die Privatisierung dieses Problems satt hat.
Ein Biologe bezweifelt die Existenz von Masernviren und lobt im Internet 100.000 Euro für denjenigen aus, der ihre Existenz belegt. Ein Arzt liefert Beweise und schickt auch gleich seine Kontonummer mit – doch der Biologe zahlt nicht. Ein Fall für das Landgericht Ravensburg.
Im Schwäbischen Wald trifft sich einmal im Monat der „Arbeitskreis Impfkritik“ zu seinem Stammtisch. Die Mitglieder fühlen sich mit ihren Bedenken nicht ernst genommen. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mahnt daher zu mehr Aufklärung.
Die Debatte um die Masernwelle konzentriert sich jetzt auf Säuglinge und Kleinstkinder. Zu Recht, denn sie sind besonders gefährdet. Aber dass man mit ihnen sicherheitshalber zu Hause bleiben soll, hat der Verband der Kinderärzte nie behauptet.
Alles blickt nun auf die Masern. Aber sie sind lange nicht das einzige Problem
Die aktuellen Masernfälle sorgen für Aufregung. Fachleute sind allerdings nicht überrascht, denn das Virus steckt überall. Wenn Deutschland die Krankheit loswerden will, hilft nur eines: konsequent impfen.
Eltern gefährden ihre Kinder. Bis Mitte vierzig gibt es kaum Schutz. Nicht die Impfgegner sind das größte Problem, sondern ungeimpfte Erwachsene.
Während sich in Berlin Masern rasend verbreiten, wird aus den ostdeutschen Ländern kaum ein Fall gemeldet. Der Grund: Hier wirkt die Impfpflicht aus DDR-Zeiten bis heute nach. Auch an dieser Front wurde der Klassenkampf geführt.
Gründe für Entwicklungsstörungen ihrer Kinder sehen viele junge Eltern in den Impfungen, die ihnen empfohlen werden. Dabei belegen Studien die gute Verträglichkeit.
Sind Sie noch gut drauf, oder haben Sie schon die Grippe? Oder die Masern? Probieren wir doch mal, Sie aufzuheitern.
In Berlin sind die Masern ausgebrochen. Trotzdem sind manche Eltern weiter gegen Impfungen. Sind sie „verantwortungslos“, wie viele jetzt sagen — oder gibt es tatsächlich Impfnebenwirkungen?
Was fehlender Impfschutz vor Masern anrichten kann, erleben die Eltern der fünfjährigen Aliana aus Bad Hersfeld täglich. Sie warnen angesichts der massiven Masernwelle, unbedingt vorzusorgen.
Masern breiten sich in der Hauptstadt weiter schnell aus: Allein von Mittwoch auf Donnerstag wurden knapp 30 neue Fälle registriert. Insgesamt sind es schon mehr als 600.
Nach dem Ausbruch der Masern ist eine Debatte über eine Impfpflicht entbrannt. Eine Mutter, die sich gegen die Vorsorge entschieden hat, hält das für eine „extreme Bevormundung“. Ihr Sohn ist nicht geimpft, weder gegen Masern noch gegen Tetanus oder Röteln.
Die Nachricht, dass ein 18 Monate alter Junge an Masern gestorben ist, hat die Eltern in Berlin aufgewühlt. In Krabbelgruppen und Cafés stellen sie sich die eine große Frage: Was schadet den Kindern am wenigsten?
Angesichts des Masern-Ausbruchs in Berlin werben Ärzte und Kassen für Impfungen. Der Tod eines Kleinkindes heizt die Debatte an.
Was es für ein Kind bedeuten kann, wenn es nicht gegen Masern geimpft ist, wird in diesen Tagen erschütternd deutlich. Höchste Zeit für die Einführung einer Impfpflicht.
Der Tod eines anderthalbjährigen Jungen in Berlin gibt der politischen Debatte um vorsorgliche Impfungen neue Nahrung. Das Kind war an Masern gestorben. Nun meldet sich Gesundheitsminister Gröhe.