Ein Planet – zwei Welten
Internet, Finanzsystem und Forschung: Wie im Kalten Krieg droht die Welt wieder in zwei Blöcke zu zerfallen. Wie sich das anfühlen würde, wird immer greifbarer.
Internet, Finanzsystem und Forschung: Wie im Kalten Krieg droht die Welt wieder in zwei Blöcke zu zerfallen. Wie sich das anfühlen würde, wird immer greifbarer.
„Die Mitarbeiter haben richtig erkannt, dass ihre Jobs und ihre Bezahlung aktuell in Gefahr sind“, sagt der Anwalt der Tiktok-Angestellten. Die Maßnahme der Trump-Regierung gegen ihren Arbeitgeber halten sie für verfassungswidrig.
Amerika geht gegen die Tiktok-Muttergesellschaft Bytedance und den chinesischen Technologiekonzern Tencent vor. Das kann die Musikindustrie empfindlich treffen – und das gleich mehrfach.
Vor allem Tiktok feiert auf dem Kontinent große Erfolge. Anders als in Amerika gibt es hier keine Diskussionen über ein Verbot. Woran liegt das?
Die amerikanische Regierung geht gegen den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei vor. Ein ranghoher Manager gibt zu, wie bedrohlich das für das Unternehmen ist.
Die Globalisierung kehrt sich um. Das Verhältnis zwischen Amerika und China wird immer schlechter. In Amerika spricht man ganz offen von einem kalten Krieg. Europa muss sich jetzt behaupten. Es hat eigene Trümpfe.
Nach Tiktok will Donald Trump auch Wechat verbieten. In China ist das Leben ohne die App kaum noch vorstellbar – dabei weiß jeder, dass sie von der Regierung überwacht wird.
Trump sorgt sich um seine Wiederwahl. Peking ist kein Waisenknabe. Das könnte gefährlich werden.
Die Super-App Wechat ist das chinesische digitale Taschenmesser für alles. In Amerika kommunizieren mehr als drei Millionen Chinesen nach Hause – wie Wendy Tang. Die Studentin glaubt, der amerikanische Präsident schlage seine letzte Schlacht.
Das Weiße Haus geht gegen populäre chinesische Onlinedienste vor, der Streit mit Peking eskaliert. Microsoft erwägt derweil offenbar, noch größere Teile von Tiktok zu kaufen.
Apps, Smartphones, Cloud-Dienste und mehr: Washington will chinesische Computertechnik umfassend einschränken. Und sendet eine klare Botschaft auch an Europa.
Smartphone-Software für das mobile Bezahlen Made in China funktioniert auch in Deutschland. Nutzer sollten sich aber zurückhalten: Die Daten sind nicht vor dem Zugriff von Überwachungsbehörden geschützt.
Die Wut der Menschen in Indien auf China führt zu immer weiteren Boykott-Maßnahmen auf dem Subkontinent. Nun trifft es einige der beliebtesten chinesischen Apps.
Snapchat wurde mit automatisch verschwindenden Fotos groß. Jetzt will der Dienst mit täglich 229 Millionen vor allem jungen Nutzern auch zur Plattform für digitalen Handel werden.
Während Deutschland aufmacht, macht China aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle zu: Wer die Stadtgrenze zu Peking überquert, muss nun drei Wochen in Quarantäne. Auch die Fitnessstudios wurden innerhalb kürzester Zeit wieder geschlossen.
Digitale Plattformen und Technologien, die in repressiven Regimen wie Russland und China entwickelt wurden, sind auf dem besten Weg, sich in demokratischen Ländern zu verbreiten. Autoritäre politische Normen könnten sie dorthin begleiten.
Das Coronavirus bestimmt den Alltag – in China und anderen Ländern. Die letzten Tage aus fünf Perspektiven.
Die Deutsche Irina El Aissati sitzt mit ihrem Mann und ihrer fünf Monate alten Tochter in Wuhan fest. Bald gehen ihnen die Lebensmittel aus. Ein Bericht einer Familie in Angst.
Peking öffnet sich erstem ausländischen Bezahldienst. Das Marktpotential gilt als immens.
Chinas „Große Firewall“ soll im Internet nicht nur Inhalte unterdrücken. Sie soll vor allem Solidarität verhindern. Dafür sorgt das Netzwerk „WeChat“ – es dient totaler Überwachung. Gespräch mit einem Hongkong-Reporter.
Konzernchef Mark Zuckerberg sorgt mit seiner digitalen Währung „Libra“ in der Finanzwelt für Unruhe. Die Vorbilder für das Projekt kommen ausgerechnet aus China.
Chinas Regierung hat dem freien Internet den Kampf angesagt. Eine ausgefeilte Zensur beherrscht die sozialen Medien. Protest wird erstickt, die Linie der Partei scheint zu siegen.
In keinem Land der Welt sind so viele Menschen online wie im Reich der Mitte. Sie nutzen das Internet meist viel intensiver – doch sie sehen ein komplett anderes als wir in Europa.
In der Heimat zahlen Chinesen gerne mobil. Das können sie fortan in 28 Geschäfte auf dem Frankfurter Flughafen auch tun. Mit chinesischen Bezahldiensten.
Die Zahlungsanbieter Alipay und Wechat haben Milliarden Nutzer in China. Denn die Chinesen bezahlen alles Mögliche mit ihrem Smartphone, selbst Bettler. Das gefällt nicht allen.
Jeder dritte Chinese hat eine Geliebte, von der die Ehefrau oft weiß. Viele Frauen wenden sich an eine „Mätressen-Vertreiberin“ – weil Scheidung noch schlimmer ist.
Erst erheblicher diplomatischer Druck auf China hat die Ausreise der Dichterin Liu Xia ermöglicht. Die Witwe des Nobelpreisträgers Liu Xiaobo will in Deutschland leben. Doch ihr Bruder muss zurückbleiben – als Faustpfand der Regierung.
Das vor allem in Deutschland verbreitete Foto von Merkel und Trump vom G7-Gipfel macht auch im Reich der Mitte die Runde. Chinas Präsident Xi Jinping wittert seine Chance.
Weil das Land keine Angst vor Daten habe, drohe China Deutschland zu überrollen, glaubt Angela Merkel. Doch bei der Reise in den Überwachungsstaat zeigt sich: So einfach ist es nicht.
Hunderte Millionen Chinesen zahlen mit der Smartphone-App Alipay. Ginge sein Betreiber Ant Financial – zu Deutsch: Finanzameise – an die Börse, wäre er so viel wert wie Goldman Sachs.
Immer häufiger zahlen die Menschen auf der Welt mit Kreditkarte oder ihrem Smartphone. Viele Bürgern haben deswegen Angst vor dem Verschwinden des Bargelds. Doch Scheine und Münzen sind keineswegs vom Aussterben bedroht.
Eine Milliarde Chinesen regeln mit dem Dienst Wechat ihr Leben. Die Regierung hat auf die Daten vollen Zugriff. Deutschland wird zum neuen Testlabor.
Wie andere Konzerne in der zweitgrößten Wirtschaft hat sich Tencent dem Druck aus Peking gefügt. Das ist der Preis, den China für den Kontrollwahn der Kommunistischen Partei zahlen muss.
Mehr als viele andere Länder treibt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt die Digitalisierung voran. Längst geht es nicht nur um bargeldloses Bezahlen oder Einkaufen im Internet. Jetzt hat ein neues Experiment begonnen.
Einkaufen bei Amazon, Hotel buchen über Booking, Essen bestellen bei Lieferando: Plattformen revolutionieren die Wirtschaft und machen Aktionäre reich.
In keinem anderen Land ersetzt die Zahlung per Smartphone Münzen und Scheine in so hohem Tempo wie in der Volksrepublik. Das geht jetzt sogar dem Staat zu schnell.