Sondierungspapier : Die SPD kommt der Union weit entgegen

Nach dem Schuldenbeschluss macht die SPD der Union viele Zugeständnisse auf dem Weg zu Koalitionsverhandlungen. Die Parteispitzen verbreiten vorsichtigen Optimismus.
Saskia Esken und Markus Söder ziehen an einem Strang. Die zum linken Partei-Flügel gehörende SPD-Vorsitzende und der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef hatten zu Zeiten, als die Ampel unter Eskens Parteifreund Olaf Scholz regierte, schon mal für eine Steuersenkung in der Gastronomie gekämpft. Der damalige Finanzminister Christian Linder von der FDP habe das verhindert, klagt Esken am Samstagnachmittag, als sie mit Söder im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus nahe dem Reichstagsgebäude steht. Nun steht im Sondierungspapier, auf das Union und SPD ihre Koalitionsverhandlungen gründen wollen: „Um Gastronomie und Verbraucher zu entlasten, werden wir die Umsatzssteuer auf Speisen dauerhaft auf sieben Prozent reduzieren.“ Auch Söder freut sich über diese Einigung. Wohnt allem Anfang eine Steuersenkung inne?
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