Syrien : UN-Beobachtermission offiziell beendet

Die UN-Beobachtermission in Syrien ist in der Nacht zum Montag zu Ende gegangen. In Jordanien schlugen in derselben Nacht wieder syrische Raketen ein. In Deutschland wird derweil über angebliche Geheimdienstinformationen für syrische Kämpfer gestritten.
Die UN-Beobachtermission in Syrien ist offiziell beendet. Das Mandat der Mission, an der zeitweise bis zu 300 Fachleute die Waffenstillstandsbemühungen überwachen sollten, endete in der Nacht zum Montag. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Mission im April begonnen, um einen Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan zu überwachen. Seit März 2011 wurden im Syrien-Konflikt nach Angaben von Oppositionellen mehr als 23.000 Personen getötet; nach Angaben der UNO fielen rund 17.000 Personen den Kämpfen zum Opfer.
Der Leiter der Mission, General Babacar Gaye, hatte sowohl Regierungstruppen als auch Aufständischen in seiner Schlussbilanz vorgeworfen, die Zivilisten in dem Konflikt nicht zu schützen. „Beide Seiten haben Verpflichtungen im Rahmen des internationalen humanitären Rechts, um sicherzustellen, dass die Zivilisten geschützt werden“, sagte Gaye am Samstag in Damaskus. „Diese Verpflichtungen sind nicht eingehalten worden“, fügte er hinzu.





