Alte Volkslieder helfen da auch nicht weiter
Christopher Rüping will mit seinem Stück „Deutscher Herbst“ im Deutschen Theater Berlin Befindlichkeiten unseres Landes zur Kenntlichkeit bringen. Dabei drückt er sich um einen differenzierten Blick.
Tastend, hoch konzentriert und mit Bewusstsein für die changierenden Abgründe: Dorothee Elmigers Buchpreis-gekrönter Roman „Die Holländerinnen“ wird am Deutschen Theater Berlin auf die Bühne gebracht.
Christopher Rüping will mit seinem Stück „Deutscher Herbst“ im Deutschen Theater Berlin Befindlichkeiten unseres Landes zur Kenntlichkeit bringen. Dabei drückt er sich um einen differenzierten Blick.
Gut gemeint, aber nichts dahinter: Bastian Kraft inszeniert „Die Physiker“ am Deutschen Theater Berlin als schlaffe Weltuntergangskomödie. So geht Theater, das niemanden interessiert.
Postdramatische Belastungsstörung: Die notorische Claudia Bossard verramscht Friedrich Schillers „Die Räuber“ am Deutschen Theater Berlin. Ein aberwitzig schlechter Abend, vor dem man die Schulklassen warnen sollte.
Anita Vulesica inszeniert „Eine Minute der Menschheit“ nach Stanisław Lem am Deutschen Theater Berlin. Und das Universum antwortet nicht. Skandal? Oder Plattitüde?
Klassisch und politisch: „Die Marquise von O. und -“ nach Kleists Novelle sowie „Die drei Leben der Hannah Arendt“ nach einer Graphic Novel von Ken Krimstein werden am Deutschen Theater Berlin aufgeführt.
Er ist wieder da: Neville Tranter und Nikolaus Habjan inszenieren das Puppenstück „Schicklgruber“ über Hitler und Konsorten am Deutschen Theater Berlin.
Der Lieferservice bringt’s auch nicht mehr: Schorsch Kamerun inszeniert die Uraufführung der Betroffenheitsrevue „Große Gewinne Schwere Verluste“ am Deutschen Theater Berlin.
Angela Merkel präsentiert im Deutschen Theater Berlin ihre Memoiren. Der Abend gerät deutlich unterhaltsamer als das Buch. Und die Moderatorin Anne Will wird gelegentlich auch mal streng.
Die Altkanzlerin Angela Merkel präsentiert am Dienstagabend im Deutschen Theater Berlin ihre Memoiren. Im Gespräch mit der Journalistin Anne Will gibt sie Einblicke in ihr neu veröffentlichtes Buch „Freiheit“.
Draußen brüllen die Rechtspopulisten, drinnen hebt der Sozialdemokrat das Glas: András Dömötör inszeniert am Deutschen Theater Berlin „Das Dinner“ mit einem fantastischen Ulrich Matthes.
Die Adaption der modernen „Schimmelreiter“-Version von Robert Habeck und Andrea Paluch zündet beim Gastspiel in Mainz nicht so richtig. Zum Glück hat das Festival „Grenzenlos Kultur“ noch mehr zu bieten.
Reife Untergangsleistung: Anna Bergmann inszeniert „Das Schiff der Träume [fährt einfach weiter]“ nach Federico Fellini am Deutschen Theater Berlin.
Eine literarische Entdeckung und ein theatralischer Coup: Anita Vulesica inszeniert „Die Gehaltserhöhung“ von Georges Perec am Deutschen Theater Berlin.
Der Mensch und seine Natur: Adaptionen des „Schimmelreiter“ und von „Pygmalion“ am Deutschen Theater Berlin zeigen einmal mehr, wie schlecht dieses Haus geworden ist
Die Frauen und die Nibelungen: Das Königinnendrama „hildensaga“ von Ferdinand Schmalz am Deutschen Theater Berlin überzeugt in einer farbenfrohen Inszenierung von Markus Bothe.
Im Jungen Ensemble des Deutschen Theaters Berlin streitet seit dem 7. Oktober eine jüdische Schauspielerin mit ihren arabischstämmigen Kollegen. Ausgerechnet „Nathan der Weise“, das Stück über religiöse Versöhnung, droht zu scheitern.
Im Deutschen Theater Berlin setzt eine prominent besetzte Solidaritätslesung ein Zeichen gegen Antisemitismus. Und zeigt, wie wichtig es gerade jetzt ist, Heinrich Heine, Hannah Arendt, Jean Améry oder Heinrich Mann zu lesen.
Wo die Konflikte der Familie über die Abgründe des Verbrechens siegen: Das Deutsche Theater Berlin zeigt in einer Art zweitem Eröffnungsanlauf „Baracke“ von Rainald Goetz.
Eitel, platt und extrem verschnarcht: Das Deutsche Theater Berlin eröffnet unter der neuen Intendantin Iris Laufenberg mit zwei ziemlich unterirdischen Aufführungen.
Alexander Eisenach inszeniert gerade das Stück „Weltall Erde Mensch“, das die erste Spielzeit von Iris Laufenberg am Deutschen Theater Berlin eröffnen wird.
Freundschaft mit Fragezeichen: Die traditionsreichen Autorentheatertage in Berlin sind die Erfindung des scheidenden DT-Intendanten Ulrich Khuon. Sie sollen bitte auch in Zukunft bestehen bleiben, aber dieses Jahr sind sie wirklich eine große Enttäuschung.
Ein großer Roman, der auf der Bühne läppisch wirkt: Armin Petras verfehlt David Grossmans „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ am Deutschen Theater Berlin.
Die Oper „Lanzelot“ von Paul Dessau nach einem Libretto von Heiner Müller ist eine Farce auf Karrieristen, Intriganten und Populisten. Eine Gesamteinspielung mit Dominik Beykirch lässt deren Witz und Bosheit sprühen.
Wie wird aus vermeintlicher Steuerhinterziehung ein fesselnder Theaterabend? Die Uraufführung von Elfriede Jelineks „Angabe der Person“ durch Jossi Wieler am Deutschen Theater Berlin ist eine Sensation.
„Angabe der Person“ heißt Elfriede Jelineks neues, autobiografisches Buch. Es beginnt mit einer Steuerfahndung – und läuft auf eine Machtdemonstration hinaus: durch Sprache.
Matriarchatsgeschwafel statt Gerechtigkeit? Jette Steckel inszeniert „Das Himmelszelt“ von Lucy Kirkwood als deutsche Erstaufführung am Deutschen Theater Berlin.
Bunt und leer: Anne Lenk inszeniert „Minna von Barnhelm“ von Lessing am Deutschen Theater Berlin als hektische Graphic Novel
Alt, nicht klug: Timofej Kuljabin inszeniert Tschechows „Platonow“ in Berlin
Völlig losgelöst: René Pollesch inszeniert am Deutschen Theater Berlin „Liebe, einfach außerirdisch“. Das ist bestes Theater, das kunstvoll die Frage aufwirft, was Sein ist und was Schein.
Rudelbildung bringt hier auch nicht mehr viel: Lilja Rupprecht inszeniert Thomas Melles Bearbeitung von Hesses „Steppenwolf“ am Deutschen Theater Berlin.
Da applaudiert auch die ehemalige Kanzlerin: Ulrich Matthes begeistert am Deutschen Theater Berlin als Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“.
Der gefährdete Künstler: Das Theaterfestival Radar Ost am Deutschen Theater Berlin zeigt eine radikale Neuinterpretation von Georg Büchners „Woyzeck“ aus Minsk und eine russische Widerstandsperformance.
Im Berliner Ensemble inszeniert Frank Castorf fünf Stunden lang Kästners „Fabian“ mit viel Geschrei. Das Deutsche Theater zeigt hingegen eine spannende Adaption von Ibsens „Die Wildente“ unter der Regie von Stephan Kimmig.
Therapiegruppe mit Sprechdurchfall: Jan Bosse inszeniert „Tartuffe oder Das Schwein der Weisen“ unter freiem Himmel vor dem Deutschen Theater in Berlin.
Deutsches Theater Berlin: Jan Bosse und Božidar Kocevski im Gespräch
Mit Eloquenz und Kompetenz: Der Theaterintendant Ulrich Khuon wird an diesem Sonntag siebzig. Am Hamburger Thalia Theater passte alles, am Deutschen Theater Berlin hat er sein Publikum zurückgewinnen müssen.