FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Streit am Deutschen Theater :
Ausgerechnet „Nathan“ könnte scheitern

Von
Thomas Lindemann
Lesezeit:
„Nathan“ nach Gotthold ­Ephraim Lessing am ­Deutschen Theater Berlin, gespielt unter anderem von ­arabischstämmigen und einer jüdischen Jugendlichen.
„Nathan“ nach Gotthold ­Ephraim Lessing am ­Deutschen Theater Berlin, gespielt unter anderem von ­arabischstämmigen und einer jüdischen Jugendlichen.Ullstein

Im Jungen Ensemble des Deutschen Theaters Berlin streitet seit dem 7. Oktober eine jüdische Schauspielerin mit ihren arabischstämmigen Kollegen. Ausgerechnet „Nathan der Weise“, das Stück über religiöse Versöhnung, droht zu scheitern.

Gotthold Ephraim Lessing wollte ein Zeichen setzen. Er schrieb das Stück „Nathan der Weise“ 1779, als das Judentum um Gleichberechtigung in Europa kämpfte. Sein letztes Werk ist der Klassiker der Verständigung unter den monotheistischen Religionen. Der Jude Nathan, der muslimische Sultan Saladin und ein christlicher Tempelherr kommen darin nach vielen Auseinandersetzungen zu der Einsicht – lange vor Beethovens Neunter übrigens –, dass alle Menschen Brüder und Schwestern seien.

FAZ+

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

  • Mit einem Klick online kündbar

Das Beste von FAZ+