„Das Dinner“ im Theater : Ein Moral-Drama ist angerichtet

Draußen brüllen die Rechtspopulisten, drinnen hebt der Sozialdemokrat das Glas: András Dömötör inszeniert am Deutschen Theater Berlin „Das Dinner“ mit einem fantastischen Ulrich Matthes.
Da sitzen sie also: In einem Luxusrestaurant vor der blitzblanken Glasscheibe. Dahinter die Showküche, transparent, einsichtig, die Pirouetten der Profiköche bis ins letzte Detail nachverfolgbar. Das Auge isst mit und lächelt befriedigt, wenn es den Rosmarin aus dem kücheneigenen Kräutergarten sieht, der eine Olive aus der Peloponnes „krönt“, die in einem Tropfen „Extra Virgin“ badet. Der Chablis aus dem Jahr 2014 als letzter Ankerpunkt für die wohlstandsverwahrloste Leer-Elite.
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