Theaterpremiere Berlin :
Helden durch Hilden ersetzen

Von
Irene Bazinger
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Systemsprengende Wut: Ulrich Matthes (im Hintergrund in weinroter Soutane) schaut als Kardinal der Schicksalslogik über die mythenverhangene Schulter.
Systemsprengende Wut: Ulrich Matthes (im Hintergrund in weinroter Soutane) schaut als Kardinal der Schicksalslogik über die mythenverhangene Schulter.Thomas Aurin

Die Frauen und die Nibelungen: Das Königinnendrama „hildensaga“ von Ferdinand Schmalz am Deutschen Theater Berlin überzeugt in einer farbenfrohen Inszenierung von Markus Bothe.

Wenn’s ernst wird auf deutschen Bühnen, sind die Nibelungen meist nicht fern: Friedrich Hebbel, Felicitas Hoppe, Moritz Rinke, Richard Wagner sowieso haben sich mit ihnen auseinandergesetzt. Nun also auch Ferdinand Schmalz, der österreichische Sprachjongleur, der „hildensaga. ein königinnendrama“ als 2022 uraufgeführtes Auftragswerk der Nibelungenfestspiele Worms schrieb. Inzwischen wird das Stück viel nachgespielt, was am Thema, aber auch an der klugen, raffiniert ausformulierten Neufassung liegt.

FAZ

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