FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Theater Berlin :
Die Sonne schien grell

Von
Irene Bazinger
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Düstere Weltsicht, aber kein beeindruckendes Schauspiel: Szene aus „Die Physiker“ am DT
Düstere Weltsicht, aber kein beeindruckendes Schauspiel: Szene aus „Die Physiker“ am DTEike Walkenhorst

Gut gemeint, aber nichts dahinter: Bastian Kraft inszeniert „Die Physiker“ am Deutschen Theater Berlin als schlaffe Weltuntergangskomödie. So geht Theater, das niemanden interessiert.

Als Friedrich Dürrenmatt seine Komödie „Die Physiker“ schrieb, die 1962 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde, beherrschte der Kalte Krieg das globale Geschehen: Ost stand gegen West, Sozialismus gegen Kapitalismus. Daraus gewann das Stück seine Brisanz, denn es zeigte drei Kernphysiker in einer psychiatrischen Klinik, von denen einer die „Weltformel“ gefunden hatte. Und weil er weiß, dass seine Erkenntnisse unter den aktuellen Umständen – Atombombe! - nur für Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung ausgenutzt würden, simuliert er eine Geisteskrankheit und lässt sich in die Psychiatrie einweisen: „Physiker, aber unschuldig.“

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