Theaterfestival Radar Ost : Ich gehe trotzdem auf die Straße

Der gefährdete Künstler: Das Theaterfestival Radar Ost am Deutschen Theater Berlin zeigt eine radikale Neuinterpretation von Georg Büchners „Woyzeck“ aus Minsk und eine russische Widerstandsperformance.
Plötzlich sind die Menschen, die ihn quälten, auf der Bühne. Sie sitzen auf einer Bank, dahinter sind Plattenbauten projiziert. Das Bühnenbild ist konstruktivistisch wie in einem Musikvideo der ukrainischen Sängerin Onuka. Dieser belarussische Woyzeck ist ein radikal zeitgenössisches Stück. Melodische Technomusik setzt ein. Woyzeck tritt auf mit schwarzer Mütze, schwarzem Pullover, schwarzen Lederstiefeln, mit starrem Gesicht. Er ist gekommen, um einen Satz in den Saal zu schreien. „Ich bin ein guter Mensch.“ Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm.





