Theaterfestival in Berlin :
Überkandidelter Schmock mit Überlänge

Von
IRENE BAZINGER
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Julia Windischbauer und Ulrich Matthes in „Verführung“ von Lukas Bärfuss
Julia Windischbauer und Ulrich Matthes in „Verführung“ von Lukas BärfussArno Declair

Freundschaft mit Fragezeichen: Die traditionsreichen Autorentheatertage in Berlin sind die Erfindung des scheidenden DT-Intendanten Ulrich Khuon. Sie sollen bitte auch in Zukunft bestehen bleiben, aber dieses Jahr sind sie wirklich eine große Enttäuschung.

Ein Wort, in dem sieben Mal der Buchstabe „a“ vorkommt? Kein Problem: Die „Laaaaaaange Nacht der Autor:innen“ am Deutschen Theater Berlin. Gezeigt wurden hierbei drei Uraufführungen und zehn Berlin-Premieren mit Gastspielen aus Frankfurt, Leipzig, Hamburg, Kaiserslautern, Heidelberg, Köln/Düsseldorf, Bern, Basel, Zürich. Außerdem fand ein Tag der Neuen Dramatik und ein Leseparcours statt. Erfunden wurde dieses Festival 1995 von Ulrich Khuon und seinem Team am Schauspiel Hannover. Sie fanden dann auch an den nächsten Stationen seiner Intendantenlaufbahn am Thalia Theater Hamburg und seit 2010 am Deutschen Theater Berlin statt. Dort hört Khuon zum Sommer auf, weshalb das Festival, um Fröhlichkeit bemüht, trotzdem von leichter Wehmut umflort ist.

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