Stets im Dienst des Überlebensmittels
Mit Eloquenz und Kompetenz: Der Theaterintendant Ulrich Khuon wird an diesem Sonntag siebzig. Am Hamburger Thalia Theater passte alles, am Deutschen Theater Berlin hat er sein Publikum zurückgewinnen müssen.
Mit Eloquenz und Kompetenz: Der Theaterintendant Ulrich Khuon wird an diesem Sonntag siebzig. Am Hamburger Thalia Theater passte alles, am Deutschen Theater Berlin hat er sein Publikum zurückgewinnen müssen.
Moritz Rinke ist Dramatiker und Schriftsteller. Hier erzählt er von einer existentiellen Liebe und wie sie sein Leben veränderte, von einem der berührendsten Momente seines Lebens und von einer Fahrt in Aubameyangs Lamborghini.
Eine, die selbst niemanden braucht, aber von allen geliebt wird: Sophie Rois sitzt im Deutschen Theater Berlin am Teetisch und fährt „nach Marlen Haushofer“ gegen die Wand.
Diskursschleifchen für ein unsichtbares Theater: René Pollesch inszeniert sein neues Stück „(Life on earth can be sweet) Donna“ am Deutschen Theater Berlin. Das ist unterhaltsam auf hohem Niveau.
Daniela Löffner inszeniert die Geschichte von „Franziska Linkerhand“ am Deutschen Theater. Sie nimmt die Konflikte ernst – und bleibt dennoch machtlos gegenüber der zu starken Romanvorlage.
Im Zwischenreich der Geschlechter: Karin Henkel inszeniert „Drei Schwestern“ am Deutschen Theater Berlin. Tschechows komplexes Menschendrama wird klug interpretiert.
Wilde wie wir: Tilmann Köhler inszeniert „Medea.Stimmen“ von Christa Wolf am Deutschen Theater Berlin. Dabei verzichtet der Regisseur auf eine Aktualisierung. Er vertraut auf die Stärke der Vorlage.
George Bernard Shaws ziemlich ungespielte Komödie „Der Arzt am Scheideweg“ stößt den Erstleser auf ziemlich komische Fragen, die trotz ihres hohen Alters sehr aktuell sind.
Er gilt als König des künstlerischen Undergrounds. Jetzt hat der Regisseur Rosa von Praunheim eine der wichtigsten Bühnen der Hochkultur erobert.
Milieu versus Moral: Das Deutsche Theater Berlin zeigt Jan Bosses „Hauptmann von Köpenick“ und eine Uraufführung der Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz.
Brillanz auf Stöckelschuhen: Samuel Finzi und Wolfram Koch spielen in Genets „Die Zofen“ am Deutschen Theater Berlin großartig und eindringlich.
Eiche depressiv: Bei den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters in Berlin erzählen neue Stücke von Fremdheit und Familienhöllen.
Samuel Finzi mögen manche als schrägen Psychologen aus dem Fernsehen kennen. In Ivan Panteleevs „Peer Gynt“ am Deutschen Theater Berlin spielt er einen Abenteurer als Philosophen.
Zwischen Kalauern und Kitsch wird sehr sehenswert das ganz Große verhandelt: „Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz am Staatstheater Wiesbaden.
Requiem für ein Kind als Überlebenskampf zweier grandioser Unglückseltern: Christian Schwochow inszeniert „Gift“ mit Dagmar Manzel und Ulrich Matthes im Deutschen Theater in Berlin.
Er kann die schwersten Themen federleicht auf die Bühne bringen und die Akteure in beschwingteste, intelligenteste Spiellaune versetzen: Dem Regisseur Dimiter Gotscheff zum Siebzigsten.
Aus dem Niemandsland der Horrorkabinette: Michael Thalheimers bravouröse Inszenierung von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ am Deutschen Theater Berlin.
Der Mensch ist nicht nur sich selbst fremd: Stephan Kimmig inszeniert Eugen Ruges Romanadaption „In Zeiten des abnehmendes Lichts“ am Deutschen Theater Berlin.
Bereits vor drei Jahren hat John von Düffel Thomas Manns „Joseph“-Romane für das Theater adaptiert. Seiner Version widerfährt in der Berliner Inszenierung von Alize Zandwijk nun ein Himmelfahrtskommando.
Genie einer Gutsherrin: Nina Hoss überstrahlt Stephan Kimmigs Inszenierung von Tschechows „Kirschgarten“ im Deutschen Theater Berlin.
Herzerfrierend die Welt zur Saisoneröffnung im Deutschen Theater Berlin. Kälte prägt als physische Erfahrung wie als Metapher für sozialen Umgang und innere Einsamkeit Elfriede Jelineks Stück "Winterreise", in dem sie Franz Schuberts und Wilhelm Müllers Liederzyklus frei variiert.