Ulrich Khuon wird siebzig : Stets im Dienst des Überlebensmittels

Mit Eloquenz und Kompetenz: Der Theaterintendant Ulrich Khuon wird an diesem Sonntag siebzig. Am Hamburger Thalia Theater passte alles, am Deutschen Theater Berlin hat er sein Publikum zurückgewinnen müssen.
Das Schwäbische seiner Geburtsstadt Stuttgart hört man ihm höchstens noch manchmal in der Sprachmelodie an, ansonsten ist Ulrich Khuon längst hochdeutsch-vielseitig in wechselnden Intendantenbüros, Besprechungszimmern, Premierensälen und auf Interviewstühlen zu Hause. Auch das prägt Form und Inhalt, und so ist er ein stets ernstzunehmender Gesprächspartner, der sich mit Eloquenz und Kompetenz zu seinem Beruf, zum Theater im Allgemeinen und zur Lage der Welt im Besonderen zu äußern weiß. Während des ersten Lockdowns sagte er in der „Berliner Zeitung“ etwa über den Stellenwert von Kultur: „Sie ist nicht nur eine Girlande, die wir uns hinhängen, sondern ein bedeutsamer gesellschaftlicher Beweger. Kunst und Kultur sind Überlebensmittel.“ Man glaubt ihm das einfach, wie es immer schwer ist, ihm etwas nicht zu glauben, zu seriös ist sein Auftreten, zu überzeugend sein Engagement.





