Politik der Zentralbanken : Die 10-Billionen-Geldflut

Kann die Liquiditätsflut die Weltwirtschaft wieder flott machen? In der Krise haben Zentralbanken die Märkte stabilisiert, jetzt nehmen Risiken und Nebenwirkungen zu. Doch Inflation ist keine automatische Folge.
Es sind riesige Summen, die von den großen Zentralbanken seit Beginn der Finanzkrise in die Weltwirtschaft gedrückt wurden - und dennoch ist die Welt noch lange nicht wieder auf robustem Wachstumskurs. Anfang 2007, vor Ausbruch der Krise, lag die Geldbasis der Welt bei knapp 10 Billionen Dollar. So groß waren die Bilanzsummen der drei Dutzend größten Zentralbanken. Heute hat sich diese vereinigte Bilanzsumme auf 20 Billionen Dollar verdoppelt. Ziemlich genau die Hälfte entfällt auf die Industrieländer-Zentralbanken in Amerika, Europa und Japan, die in der Krise stärker als die meisten expandiert haben. Die andere Hälfte entfällt auf zwei Dutzend Notenbanken in Schwellenländern und aufstrebenden Volkswirtschaften, vor allem in Asien und Lateinamerika sowie in Osteuropa.





