Vorwahlen in Iowa : Stammeskrieger und Klassenkämpfer

Bei den Vorwahlen in Iowa hat Donald Trump gute Chancen zu gewinnen. Er geriert sich als „Mischung aus Mussolini, Berlusconi und Perón“, wie Fachleute sagen und kann damit die Wähler für sich gewinnen.
In Iowa trat Donald Trump am Samstag wie ein Präsident auf. Seine Anhänger warteten in einem Hangar auf dem Flughafen von Dubuque. Der Republikaner ließ seine Boeing 757 erst im Tiefflug an der Menge vorbeifliegen, bevor das Flugzeug direkt vor dem jubelnden Publikum zum Stehen kam und der Milliardär im dunklen Mantel auf die Leute zuschritt. Ein paar Stunden später veröffentlichte die Zeitung „Des Moines Register“ ihre letzte Umfrage, bevor in Iowa heute die erste Entscheidung im amerikanischen Vorwahlkampf fällt. Demnach hat Trump fünf Prozentpunkte Vorsprung vor dem Senator Ted Cruz. Fast flehentlich forderte Trump seine Anhänger auf, den knappen Vorsprung in einen echten Sieg zu verwandeln. In New Hampshire und South Carolina, wo die nächsten Vorwahlen stattfinden, ist Trump seinen Verfolgern mehr als 15 Prozentpunkte voraus. „Wenn wir nicht gewinnen, dann war alles Zeitverschwendung“, mahnte Trump.





