Neue starke Männer
In Tripolis kam es in der Nacht wieder zu schweren Gefechten, von Gaddafi fehlt jede Spur. Bis Freitag will der Nationale Übergangsrat nach Tripolis umgezogen sein. Wer könnten die Köpfe eines neuen Libyen sein?
In Tripolis kam es in der Nacht wieder zu schweren Gefechten, von Gaddafi fehlt jede Spur. Bis Freitag will der Nationale Übergangsrat nach Tripolis umgezogen sein. Wer könnten die Köpfe eines neuen Libyen sein?
Gaddafi-Kämpfer kontrollieren weiter Teile von Libyens Hauptstadt: Am Abend ließen sie mehr als 30 ausländische Reporter frei. Das italienische Außenministerium teilte aber am Abend mit, dass vier Journalisten entführt worden seien.
Der Chef der Übergangsregierung Dschibril ruft die Libyer zum Zusammenhalt auf. Im Namen des Nationalen Übergangsrats forderte er das Ausland auf, das eingefrorene Auslandsvermögen freizugeben.
Die in den Himmel gereckte Faust markierte bis Dienstagnachmittag das Zentrum der Macht in Libyen. Sie zerquetscht ein Kampfflugzeug und erinnert an die amerikanischen Luftangriffe auf Tripolis im Jahr 1986 nach dem Anschlag auf die Berliner Diskothek "La Belle".
In Tripolis soll kein Machtvakuum entstehen. Bis Freitag will der Nationale Übergangsrat aus der östlichen Hafenstadt Benghasi in die Hauptstadt umgezogen sein. Dort wird sich auch die Zusammensetzung des Gremiums ändern.
"Nachdem sie lange aus den öffentlichen Reden verbannt war, wird die Sparsamkeit angeordnet . . . Sieben Monate vor der Präsidentenwahl kann es sich der Staatschef nicht erlauben, das Vertrauen der Märkte zu verlieren, und auch nicht, die Wähler zu sehr zu verärgern.
cheh. TRIPOLIS, 24. August. Kämpfer des Gaddafi-Regimes haben die Rebellen am Mittwoch in der libyschen Hauptstadt Tripolis in teils heftige Gefechte verwickelt. Die Rebellen sprachen zwar von einer "leicht verbesserten" Sicherheitslage.
Seine Residenz in der Hauptstadt Tripolis hat Muammar al Gaddafi schon an die libyschen Rebellen verloren. Er ist untergetaucht. In einer Audiobotschaft gibt sich der Despot nach wie vor kämpferisch.
Die in den Himmel gereckte Faust, die ein ein Kampfflugzeug zerquetscht, markierte bisher das Zentrum des Gaddafi-Regimes. Das Gelände der Bab-al-Azizija-Kaserne war für Bürger des „Volksmassenstaats“ bis zuletzt eine verbotene Stadt.
Bei einer Stabilisierung des Landes haben italienische Unternehmen, etwa der Ölkonzern Eni, viel zu gewinnen. Doch die privilegierte Position Roms wackelt.
Die libysche Revolution war eine überzeugende Antwort auf die Tyrannei Gaddafis. Jetzt, da der Diktator entmachtet ist, sollte unser Land von unseren tunesischen und ägyptischen Nachbarn lernen.
Die Rebellen haben die Kontrolle über die Residenz von Libyens Machthaber Gaddafi übernommen: Auf den Diktator stießen sie dabei nicht. Der Vorsitzende des Übergangsrats, Mahmud Dschibril, appellierte an die Kämpfer, ihre Gefangenen fair zu behandeln.
Die Regierungen in Paris und London sind hoch zufrieden mit der Lage in Libyen - aber die Väter des Erfolgs der Rebellen prahlen nicht. Stattdessen bleibt der Tonfall sachlich bis skeptisch.
F.A.Z. FRANKFURT, 23. August. Die Gegner des libyschen Diktators Gaddafi haben am Dienstag ihre Offensive in der Hauptstadt Tripolis fortgesetzt, sind dabei aber auf starken Widerstand regimetreuer Kämpfer gestoßen.
Her. FRANKFURT, 23. August. In der libyschen Hauptstadt Tripolis haben die Kämpfe zwischen Rebellen und Truppen Gaddafis am Dienstag an Intensität zugenommen. Das hat die Hoffnungen auf einen raschen Sieg der Aufständischen gedämpft.
löw. BERLIN, 23. August. Die Grünen haben sich für eine Bundeswehr-Stabilisierungsmission in Libyen offen gezeigt, falls Deutschland darum gebeten werde. Die Parteivorsitzende Roth sagte am Dienstag, sollte der libysche Übergangsrat ...
tp. ROM, 23. August. Für eine Reihe italienischer Unternehmen, allen voran für den Öl- und Gaskonzern Eni, entwickeln sich derzeit die Aktienkurse je nach den Erfolgen der libyschen Rebellen. Am Montag, als das Ende des Diktators ...
Während in Tripolis noch Gefechte zwischen Rebellen und den Getreuen Muammar Gaddafis toben, bringt sich die Energiebranche in Stellung. Sie wird bei der wirtschaftlichen Stabilisierung Libyens eine entscheidende Rolle spielen.
Der libysche Machthaber hat der Welt viel Anlass gegeben, ihn zu fürchten. Er zog sie aber auch immer wieder in seinen Bann. Schon vor Jahren sehnte er sich in einer seiner Kurzgeschichten nach der Hölle.
Die Rebellen haben ein Programm für einen demokratischen Staat vorgelegt. Doch dafür, in welche Richtung sich das Land wirklich entwickeln wird, gibt es allenfalls Hinweise.
F.A.Z. FRANKFURT, 22. August. Unter dem Eindruck des sich abzeichnenden Sieges der libyschen Rebellen haben zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Außenminister Machthaber Muammar al Gaddafi am Montag aufgefordert, seinen Machtanspruch sofort aufzugeben.
Bis zum Schluss ist Muammar al Gaddafi seinem Ruf als Irrlicht treu geblieben. Bis zum Abend konnte niemand sagen, wo er das nächste Mal auftauchen würde. Am Sonntag hieß es, er wolle sich nach Algerien absetzen, am Montag vermuteten ihn einige in seiner Residenz in Tripolis.
Der libysche Übergangsrat will Muammar Gaddafi lebend ergreifen, um ihn vor Gericht zu stellen. Das erklärte Rebellenführer Mustafa Abdul Dschalil in Benghasi. Derweil hielten die Kämpfe in Tripolis an.
Weltweit haben Staats- und Regierungschefs den Rücktritt des libyschen Machthabers gefordert. In der Nähe von Gaddafis Residenz in Tripolis lieferten sich Rebellen und Regierungstruppen weiterhin Gefechte. Unklar blieb, ob sich Gaddafi weiterhin dort aufhielt.
Der Aufstand gegen das Gaddafi-Regime ist offenbar an einem entscheidenden Punkt angelangt. Die Rebellen sind nach eigenen Angaben in das Zentrum von Tripolis vorgedrungen. Zwei Söhne des Machthabers wurden festgenommen, die Leibgarden Gaddafis sollen ihre Waffen niedergelegt haben.
Benghasi/Kairo. Die Rebellen in Libyen bringen das Regime von Muammar al Gaddafi nach eigenen Angaben immer stärker in Bedrängnis. Die lange umkämpfte Stadt Brega befinde sich nunmehr vollständig unter ihrer Kontrolle, auch die wichtigen ...
Die Aufständischen haben die lange umkämpfte Hafenstadt Brega nach eigenen Angaben unter ihre Kontrolle gebracht. Auch rund um Tripolis haben sie offenbar Geländegewinne erzielt. Viele regierungstreue Kämpfer seien schon in die Hauptstadt geflohen.
Die Nato hat am Freitag ein Gebäude in der libyschen Hauptstadt Tripolis bombardiert, in dem offenbar der libysche Geheimdienstchef Abdullah Senussi lebte. Ob es bei dem Angriff Opfer gegeben habe, konnte der Sprecher nicht sagen.
Der Grünen-Politiker Ströbele kritisiert den Einsatz deutscher Soldaten in Nato-Stäben in Libyen. Weil dazu kein Mandat des Bundestags vorliegt, sei der Einsatz „verfassungsrechtlich sehr bedenklich“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
cheh. FRANKFURT, 17. August. Die libyschen Rebellen halten den militärischen Druck auf Machthaber Muammar al Gaddafi aufrecht. Ihre Truppen haben am Mittwoch ihre Offensive in Richtung der zunehmend isolierten Hauptstadt Tripolis fortgesetzt.
Brüssel/Benghasi, 16. August (dpa/AFP). Die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi haben erstmals eine Kurzstreckenrakete vom Typ Scud gegen die Rebellen eingesetzt. Der amerikanische Nachrichtensender CNN berichtete ...
Die Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi haben erstmals seit Ausbruch des Bürgerkriegs eine Kurzstreckenrakete vom sowjetischen Typ Scud eingesetzt. Die Rebellen haben Berichte über Geheimverhandlungen mit Vertretern von Gaddafi dementiert.
Benghasi, 15. August (dpa/AFP). Die Aufständischen in Libyen haben bis Montag nach Einschätzung libyscher Beobachter den größten Teil der strategisch wichtigen Küstenstadt Al Zawija unter ihre Kontrolle gebracht.
In Libyen haben die Aufständischen weitere Geländegewinne erzielt. Offenbar brachten sie die strategisch wichtige Küstenstadt Al Zawija unter ihre Kontrolle. Derweil sollen sich in Tripolis Rebellen und Gaddafi-Truppen jede Nacht Schießereien liefern.
Benghasi/Moskau, 12. August (AFP/dapd/Reuters). In Libyen haben die Rebellen nach eigenen Angaben die strategisch wichtige Hafenstadt Brega zum Teil unter ihre Kontrolle gebracht. Ein Sprecher der Aufständischen sagte am späten Donnerstagabend, sie hätten die Wohngebiete der Ölstadt eingenommen.
Nato-Bomber haben in der Nacht zum Samstag drei Satellitenantennen des libyschen Staatsfernsehens zerstört. Das teilte das Bündnis am Samstag in Brüssel mit. Ein Sprecher sagte, die "Terrorsendungen" des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi seien "zum Schweigen gebracht" worden.