Bloß kein zweiter Roewer
Manche sehen die Berufung von Stephan Kramer zum Leiter des Verfassungsschutzes in Thüringen als weiteres in einer ganzen Reihe von Abenteuern. Warum der Neue schon zu Amtsantritt umstritten ist.
Ein Umsturz in Deutschland, Schusswaffen gegen Flüchtlinge - Der Thüringer Verfassungsschutz prüft skurrile Aussagen seines früheren Präsidenten Helmut Roewer. Sogar dessen Beobachtung wird erwogen.
Manche sehen die Berufung von Stephan Kramer zum Leiter des Verfassungsschutzes in Thüringen als weiteres in einer ganzen Reihe von Abenteuern. Warum der Neue schon zu Amtsantritt umstritten ist.
Drei Bände, fast zweitausend Seiten, ein deutscher Roman: Der Thüringer Untersuchungsausschussbericht zum NSU liest sich wie ein großes literarisches Werk voller Widersprüche und Lügen.
Der frühere Verfassungsschutz-Präsident in Thüringen, Helmut Roewer, soll in einer Kneipe mit Geld Rechtsextremisten als V-Männer angeworben haben. Das berichtet der Vater des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos im NSU-Prozess.
Frühere Thüringer Verfassungsschutzes bestreiten, dass ihre Behörde wesentliche Informationen über die NSU-Terroristen der Polizei vorenthalten habe. Der ehemalige Präsident der Behörde, Helmut Roewer, ist nur unter Auflagen vernehmungsfähig.
Der frühere Verfassungsschutzpräsident in Thüringen, Roewer, hat ein Buch geschrieben. Über die Terrorgruppe NSU lässt er viele Fragen offen. „Verschwörungstheorien“ verweigert er sich, nimmt aber in Anspruch, den Durchblick zu haben.
Der ehemalige Thüringer Verfassungsschutzpräsident hat dem Erfurter NSU-Untersuchungsausschuss Rede und Antwort gestanden. Danach war die Führung von V-Leuten damals nicht geregelt.
Die Befragungen im Thüringer „NSU“-Untersuchungsausschuss ergeben ein Gemälde der bizarren Sitten im dortigen Verfassungsschutz. Dessen früherer Chef Helmut Roewer pflegte anscheinend eine eigenwillige Amtsführung.
Die erfolglose Fahndung nach den NSU-Terroristen fiel nur zum Teil in seine Amtszeit. Doch der thüringische Verfassungsschutzpräsident Sippel scheiterte auch am Umgang mit der Krise. Nun muss er gehen.
Zwölf Jahre lang hat das Trio aus Zwickau geraubt und gemordet. Keiner kam den Rechtsterroristen auf die Schliche. Wie konnte das geschehen? Selbst die Ermittler sind fassungslos.