Damaskus :
In einer gespaltenen Stadt

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Ein Anschein von Normalität: Die Ladenstraße im Damaszener Stadtteil Midan, der eine Hochburg der radikalen islamistischen Opposition ist
Ein Anschein von Normalität: Die Ladenstraße im Damaszener Stadtteil Midan, der eine Hochburg der radikalen islamistischen Opposition istRainer Hermann

In Teilen von Syriens Hauptstadt scheint das Leben ganz normal weiterzugehen. Aber in den Vierteln, die schon vor dem Aufstand trostlos waren, ist der Krieg Alltag.

„Seid ja vorsichtig“, sagt der Soldat an der Straßenkontrolle, bevor er den Weg freigibt. Er steht neben aufgeschichteten Sandsäcken, eine Maschinenpistole hängt über seiner Schulter. Die Innenstadt von Damaskus liegt nur wenige Minuten entfernt. Dort pulsiert das Leben weiter in einem fast normalen Rhythmus. Autos schieben sich durch den Stau, Menschen kaufen ein. Nur wenige Kilometer östlich des Zentrums beginnt in Ain Terme eine andere Welt: Vor drei Monaten hat hier im Schatten der großen Moscheekuppel eine der ersten großen Schlachten zwischen der regulären Armee und der aufständischen Freien Syrischen Armee stattgefunden. Mauern sind durchlöchert, Fensterscheiben zerborsten.

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