So nahe war Assad der Bombe
Vor 19 Jahren zerstörte Israel einen mutmaßlichen Reaktor in Syrien. Nun zeigt sich, wie nahe das Regime an der Entwicklung von Atomwaffen war.
Syrien und Libanon wollen ein neues Kapitel ihrer Beziehungen aufschlagen. Aber die Last durch die schwierige Geschichte beider Länder wiegt schwer.
Vor 19 Jahren zerstörte Israel einen mutmaßlichen Reaktor in Syrien. Nun zeigt sich, wie nahe das Regime an der Entwicklung von Atomwaffen war.
In Syrien bejubelt die Führung weitere Sanktionserleichterungen als diplomatischen Sieg. Jetzt steht sie allein in der Verantwortung für die Wirtschaftskrise.
Dem ehemaligen Militärkommandeur werden Mord und Folter mit Todesfolge vorgeworfen. Beirut setzt mit der Auslieferung ein Zeichen.
Die IAEA hat in Syrien Nuklearmaterial aus der Zeit des früheren Assad-Regimes überprüft. Damaskus betont dessen friedliche Nutzung – unter Aufsicht der internationalen Atomenergiebehörde.
In Syrien feiern viele Menschen das Todesurteil gegen den gestürzten Machthaber. Doch es gibt auch Zweifel, ob Assad tatsächlich ausgeliefert und das Urteil vollstreckt wird.
Die Richter sprechen von „Kriegsverbrechen“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Der frühere syrische Machthaber muss das Urteil nicht fürchten – er lebt in Russland.
Nach dem Sturz von Assad bieten die ersten Veranstalter Syrien wieder als exotisches Reiseziel an. Auch Travel-Blogger und andere westliche Wohlstandkids reizt das „Authentische“ – und die Deutungshoheit.
In Damaskus beschließen Deutschland und Syrien eine engere Zusammenarbeit. Damaskus hofft auf Investoren, Berlin denkt auch an Rückkehrer.
Erst Assad-Hochburg, dann Rebellenstadt, IS-Festung, kurdisches Territorium: Nirgendwo lässt sich der syrische Aufstand so plausibel nachvollziehen wie in Manbij. Dort versteht man, wo Syrien heute steht.
Das Wiener Landesgericht spricht lange Haftstrafen gegen zwei Helfer des Assad-Regimes aus. Es geht um Folter und Misshandlungen in einem Gefängnis in Raqqa.
Während die Bundesregierung Syriens islamistischen Machthabern den roten Teppich ausrollt, fordert eine syrische Kampagne den sozialen und wirtschaftlichen Tod von Minderheiten.
In Wien steht ein früherer syrischer General vor Gericht, der Gefangene misshandelt haben soll. Er kam mithilfe des österreichischen Nachrichtendienstes ins Land.
Nach dem jahrelangen Bürgerkrieg soll Syrien wieder aufgebaut werden. Doch das Unterfangen ist teuer, und vieles fehlt – darunter eine klare Gesetzeslage und Fachwissen in der Führungsriege.
Gebückt, die Augen abgeschirmt: In Sednaya durften Gefangene ihre Peiniger nicht ansehen. Das Ohr wurde zum Überlebensinstrument. Eine Berliner Ausstellung rekonstruiert den Höllenort des Assad-Regimes.
Adnan Khamis floh 2015 vor dem Assad-Regime nach Deutschland. Vier Jahre später übernahm er eine Praxis in Berlin-Marzahn. Merz’ Rückkehrpläne? Hält er für vollkommen unrealistisch.
Seit Jahrhunderten ist Russland ein Player in Nahost, doch jetzt droht Moskaus Stern dort zu sinken. Putins Dilemma: Er hat weder politisches Kapital noch militärische Kapazitäten, das iranische Regime zu retten.
Über Jahrzehnte wurde das Regime in Iran von Milizen wie Hizbullah, Hamas und Huthi beschützt. Die „Schattenarmee“ kann Teheran jetzt aber nicht mehr helfen.
Helen Ahmad Ismail wurde von Kurden gepeinigt. Dass die syrische Regierung die Milizen besiegt hat, freut die junge Frau. Aber Gerechtigkeit für ihr Leid scheint noch weit weg.
Die syrischen Kurden waren wichtige Alliierte der USA im Kampf gegen den IS. Danach haben sie sich offenbar verkalkuliert.
Die USA greifen IS-Ziele in Syrien an. Auch die syrische Regierung selbst hat zuletzt den Druck gegen die Terroristen erhöht. Denn der IS ist wieder stärker geworden.
Vor einem Jahr bin ich mit meinem Vater nach Syrien gereist. Damals waren die neuen Herrscher noch nicht gefestigt. Jetzt wird deutlich, dass meine „Rückkehr“ wohl eher ein Abschied war.
Die Aufnahmen von Farid Al-Mazhan, die er unter dem Decknamen César veröffentlichte, sind Belege für Folter und Mord unter Assads Regime. Nun erhielt er den deutsch-französischen Menschenrechtspreis.
Vor einem Jahr hatten Rebellen das Assad-Regime gestürzt und damit eine Jahrzehnte andauernde Diktatur beendet. Im ganzen Land finden Feiern und Militärparaden statt.
Auf einer Konferenz in Qatar zeigt Syriens Präsident Scharaa sich selbstzufrieden. Doch besonders innenpolitisch liegt ein Jahr nach dem Sturz Assads vieles noch im Argen.
Wie sicher ist es in Syrien? Kann man dort menschenwürdig leben? Müssen Syrer in ihre Heimat zurückkehren? Wir haben mit Deutschsyrern gesprochen.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten empfängt ein US-Präsident einen syrischen Staatschef. Der Besuch, ein Jahr nach dem Sturz von Baschar al-Assad, gilt als symbolischer Wendepunkt nach Jahren der Isolation.
Syriens Außenpolitik orientiert sich gen Westen, Damaskus untermauert das mit einem „historischen Besuch“ von Präsident Scharaa in Washington. Trump preist ihn als „jungen, attraktiven, harten Kerl“.
Nicht nur in der Union tobt die Debatte, ob Syrer in ihre Heimat zurückkehren können und sollen. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen.
Syrien im Wechselgefühl von Triumph und Ratlosigkeit: Ronya Othmann reist ins Herkunftsland ihrer jesidischen Familie. Ihr Buch ist eine Momentaufnahme unmittelbar nach dem unverhofften Ende des Assad-Regimes.
Die sogenannten Wahlen können dem syrischen Übergangspräsidenten Scharaa kaum demokratische Legitimation bieten. Aber wenn Minderheiten eine Repräsentation und ein Forum erhalten, wäre schon etwas gewonnen.
Syrien hat die Wahl für das erste Parlament nach dem Sturz von Assad durchgeführt. Rund 6.000 Wahlleute waren aufgerufen, in regionalen Wahlkollegien abzustimmen.
In Kopenhagen trifft sich die Europäische Politische Gemeinschaft. In New York wird das Strafmaß für Sean „Diddy“ Combs verkündet. Und Taylor Swift veröffentlicht ihr neues Album. Der F.A.Z. Frühdenker.
Der neue syrische Machthaber möchte auf der UN-Generalversammlung internationale Anerkennung bekommen – und von der Terrorliste genommen werden. Das soll auch seine Position im Inneren stärken.
Syrien erlebt einen besonderen Ansturm: Geflohene Landsleute kehren als Touristen zurück – viele kommen aus Deutschland.
Assads Regime ist gestürzt. Aber selbstbewusste Sieger, alte Eliten und ängstliche Minderheiten misstrauen einander. Reise durch ein Land, in dem die neue Freiheit schon wieder zu schwinden scheint.
Hier Jobchancen und die Aussicht auf den deutschen Pass, dort hohe Kosten und Schwarzarbeit. Ein Überblick, warum manche Syrer heimkehren und andere nicht.