Warum hofiert der Westen in Syrien die Islamisten?
Vor einem Jahr bin ich mit meinem Vater nach Syrien gereist. Damals waren die neuen Herrscher noch nicht gefestigt. Jetzt wird deutlich, dass meine „Rückkehr“ wohl eher ein Abschied war.
Nach dem jahrelangen Bürgerkrieg soll Syrien wieder aufgebaut werden. Doch das Unterfangen ist teuer, und vieles fehlt – darunter eine klare Gesetzeslage und Fachwissen in der Führungsriege.
Vor einem Jahr bin ich mit meinem Vater nach Syrien gereist. Damals waren die neuen Herrscher noch nicht gefestigt. Jetzt wird deutlich, dass meine „Rückkehr“ wohl eher ein Abschied war.
Assads Regime ist gestürzt. Aber selbstbewusste Sieger, alte Eliten und ängstliche Minderheiten misstrauen einander. Reise durch ein Land, in dem die neue Freiheit schon wieder zu schwinden scheint.
Bilal Shourba wurde während der Revolution als „Abu Malik al-Shami“ zum bekanntesten Graffitimaler Syriens. Als Regimegegner musste er fliehen. Nun ist er zurück in seinem Land und berichtet, was er erlebt hat.
Der neue syrische Machthaber setzt auf loyale Mitstreiter, um das Land voranzubringen. Manche fürchten, dass er gerade einen tiefen Staat aufbaut, um seine Macht zu sichern.
Die Rebellen haben ihre Arme wie eine Krake über ihre Gebiete ausgestreckt. Ein verzweigtes Netzwerk verschaffte ihnen das Geld, das sie brauchten. Ein Modell für ein neues Syrien ist dies nicht, erklärt die Konfliktforscherin.
Deutschland ist einer der wichtigsten Geberländer syrischer Entwicklungshilfe. Nach dem Sturz Assads zeigt sich die Bundesregierung zurückhaltend in ihrer Unterstützung.
Der Präsident ein Drogendealer, die Wirtschaft ruiniert, die Bürger verarmt: Das war Syrien unter Assad. Dabei hat das Land Öl, Menschen und potentielle Investoren. Die ersten strecken schon ihre Finger aus.
In Idlib hat Abu Muhammad al-Golani über Jahre an einem neuen Image gearbeitet. Vor Ort loben selbst ausländische Organisationen, er habe sich pragmatisch verhalten.
Bevor der Assad-Clan an die Macht kam, war das Land geprägt von Pluralismus. Der ist im kollektiven Gedächtnis nicht verloren gegangen, sagt Carsten Wieland. Ein Gespräch mit dem Nahost-Experten.
Das Sednaja-Gefängnis in Damaskus galt als das brutalste des Assad-Regimes. Nun wurden Tausende Insassen befreit. Von vielen anderen Syrern fehlt weiter jede Spur.
Die ersten Syrer kehren aus der Türkei nach Syrien zurück. Es sind nicht die Studierten und Integrierten, sondern Tagelöhner. Aber sie sind hoch motiviert.
Das Gefängnis Sednaja galt als das brutalste des Assad-Regimes. Nun wurden Tausende Häftlinge befreit. Von vielen anderen fehlt weiter jede Spur.
Muhammad al-Baschir soll die syrische Übergangsberwaltung führen. Für Rebellenführer al-Golani hat er sich in Idlib bewährt. Wer ist der Mann?
Syriens neuer starker Mann kämpfte einst für al-Qaida im Irak und saß im berüchtigten Gefängnis Abu Ghuraib. Kann man ihm seine Wandlung hin zum pragmatischen Politiker, der Syrien einen will, glauben?
In Idlib sind bei Luftangriffen mehrere Krankenhäuser zerstört worden, dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Während westliche Staaten zur Deeskalation aufrufen, stärken Russland und Iran weiter das Assad-Regime.
Syriens Diktator ist in Bedrängnis. Hinter der Offensive der jüngsten Tage stecken auch Islamisten, die sich neuerdings gern im Anzug zeigen. Ihr Anführer wird auf der US-Terrorliste geführt.
Islamistische Rebellen haben große Teile der zweitgrößten Stadt Syriens eingenommen. Vom fehlenden Widerstand sind sie selbst überrascht. Die Schwächung al-Assads bringt die Türkei in eine günstige Position.
Kurdische Milizen scheinen das Machtvakuum in Aleppo auszunutzen. Das dürfte der von der Türkei unterstützen islamistischen Rebellenallianz kaum gefallen.
Die Rebellen in Syrien scheinen Assads Regierung überrascht zu haben. Erstmals seit acht Jahren sind sie wieder in die Millionenstadt Aleppo vorgerückt. Die Regierung plant einen Gegenschlag.
Bei ihrer Großoffensive haben islamistische Rebellen im Norden Syriens laut Beobachtern große Geländegewinne gemacht. Zehntausende Menschen sind wegen der schweren Gefechte auf der Flucht.
Israels Armee geht weiter massiv gegen die Hizbullah-Miliz in Libanon vor. In der Hauptstadt Beirut fliehen Hunderte vor nächtlichen Angriffen in den Vororten. UN-Chef Guterres warnt vor einem Flächenbrand. Der Überblick.
In Europa werden Forderungen lauter, „Safezones“ für die Abschiebung syrischer Flüchtlinge festzulegen. Ein Überblick, wie es in dem Land aussieht.
Islamistische Milizen haben offenbar Sprengsätze in Tunneln unter Armeeposten in der syrischen Provinz Idlib gezündet. Mindestens elf Soldaten kommen dabei ums Leben. Zuvor hatten russische Kampfflugzeuge die Rebellenhochburg angegriffen.
Von IS-Anführer Abu al-Husain al-Husaini al-Kuraischi gab es weder Bilder noch Aufnahmen. Nun soll er tot sein. Was genau passiert ist, gibt die Terrormiliz nicht bekannt. Es gibt allerdings einen Nachfolger.
Russische Kampfflugzeuge hatten am Sonntag Ortschaften in der Region Idlib angegriffen, berichteten Augenzeugen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.
Viele Menschen sehen die letzte Hoffnung in der syrischen Zivilschutzorganisation der Weißhelme. Denn Unterstützung aus dem Ausland hat die Opfer bislang nicht erreicht. Die Verzweiflung ist groß.
In Nordsyrien trifft das Desaster eine traumatisierte Bevölkerung, die von islamistischen Milizen beherrscht wird. Hoffnung auf internationale Hilfe hegt hier kaum jemand. Auch politisch ist das Land ein Katastrophenfall.
Am 10. Januar läuft das UN-Mandat zur Belieferung der syrischen Rebellenprovinz Idlib mit Hilfsgütern ab. Die Zukunft von vier Millionen Menschen hängt von Russland ab.
Mehr als vier Millionen Syrer im Nordwesten des Landes sind auf UN-Hilfsgüter angewiesen. Die kommen aber nur an, wenn Moskau das will. Legt Russland ein Veto gegen die Verlängerung der Resolution ein?
Während der Krieg in der Ukraine die Schlagzeilen beherrscht, begehen tausende Menschen in der syrischen Stadt Idlib den elften Jahrestag des Beginns der Kämpfe in ihrem Land. Viele Menschen unterstützen die Ukrainer beim Durchhalten; sie warnen vor dem russischen Militär, das in Syrien völlig skrupellos vorgegangen sei.
Während die EU und die Türkei über ein neues Hilfspaket von 3 Milliarden Euro für die Flüchtlinge aus Syrien verhandeln, werden die afghanischen Flüchtlinge ein Thema.
Gerade erst hatte der „Islamische Staat“ mit einem spektakulären Angriff auf ein Gefängnis bewiesen, dass er im Untergrund erstarkt ist. Nun haben die Vereinigten Staaten seinen Anführer ausgeschaltet.
Bei einer großangelegten Operation der US-Armee in Syrien werden mehrere Menschen getötet. Das Pentagon bestätigt den Einsatz, nennt aber bisher keine Details. Fachleute vermuten, das ein ranghoher Terrorist gefasst werden sollte.
Der Mainzer „Obdachlosenarzt“ Gerhard Trabert spricht nach seiner Direktkandidatur als unabhängiger Bewerber auf der Liste der Linken für den Bundestag über Erfahrungen im Wahlkampf, soziale Ungerechtigkeit und sein Verhältnis zum Glück.
Der türkische Präsident trifft in Sotschi Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Es geht um Syrien – und um Joe Biden, von dem sich Recep Tayyip Erdogan schlecht behandelt fühlt.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den syrischen Machthaber Assad in Moskau empfangen. Russische Einheiten bombardieren wieder Stellungen der Rebellen im Nordwesten Syriens, wo auch türkische Truppen präsent sind.