EM-Boykott wegen Timoschenko? :
Kiew sieht „Methoden des Kalten Krieges“

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Eine Anhängerin der früheren ukrainischen Ministerpräsidentin protestiert vor dem Gerichtsgebäude in Charkiw für die Freilassung Julija Timoschenkos
Eine Anhängerin der früheren ukrainischen Ministerpräsidentin protestiert vor dem Gerichtsgebäude in Charkiw für die Freilassung Julija Timoschenkosdapd

Das ukrainische Außenministerium reagiert empört, weil die Bundeskanzlerin einen Boykott der Fußball-EM erwägt und sieht „Methoden des Kalten Krieges“. Aus Berlin heißt es, Frau Merkels Planung stehe „unter dem Vorbehalt der Rechtsstaatlichkeit im Fall Timoschenko“. Auch EU-Kommissionspräsident Barroso will nicht in die Ukraine reisen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht einen Besuch in der Ukraine anlässlich der Fußball-Europameisterschaft im Juni von der politischen Entwicklung in dem Land abhängig. Jede Planung stehe unter dem Vorbehalt des Schicksals der inhaftierten Oppositionsführerin Julija Timoschenko sowie unter „Vorbehalt der Rechtsstaatlichkeit“ in der Ukraine, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe weiter keine konkreten Reiseplanungen.

FAZ

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