Merkels Russlandpolitik : Wir wollten es nicht sehen

Nicht nur der SPD fehlt es bis heute an einer selbstkritischen Aufarbeitung ihrer Russlandpolitik. CDU und CSU machen es nicht besser. Ein Gastbeitrag.
Unmittelbar nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 sprachen sich ranghohe Politiker von CDU/CSU und SPD dafür aus, ihre Russlandpolitik der vergangenen Jahre aufzuarbeiten. Seither gab es in der SPD viel „mea culpa“ sowie heftige Kritik an Russland und seinem Präsidenten Wladimir Putin. Aber eine Aufarbeitung im Sinne einer Fehler- und Verantwortungsanalyse war das nicht. Gleiches gilt für CDU und CSU. Spätestens seit die vormalige Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Juni 2022 im Berliner Ensemble behauptete, sie sei sich keiner Schuld bewusst, hat die Union mit Blick auf ihre frühere Russlandpolitik ein Glaubwürdigkeitsproblem.
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