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Nach dem Terrorakt in Hanau : Zeichen gegen das Gift

Der Täter erschoss auch einen Autofahrer: Mitarbeiter der Polizei sichern die Spuren am Tatort. Bild: Reuters

Hanau steht unter Schock: Der Bundespräsident spricht von einer tiefen Wunde. Vertreter der Migranten-Community fordern von Innenminister Seehofer mehr Sicherheit. Und Hessens Ministerpräsident sagt, er könne die Angst verstehen.

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          Als die Kränze niedergelegt sind, die Bundesjustizministerin aufgefordert hat, sich für eine freie und offene Gesellschaft einzusetzen, der Hanauer Oberbürgermeister all jenen gedankt hat, die Anteil nehmen in dieser schweren Zeit, da wird Horst Seehofer von einer Gruppe Männer angesprochen. Drei Herren in dunklen Mänteln und mit ernsten Gesichtern. Es sind Vertreter der Migranten-Community in Hanau. Einer von ihnen sagt zum Bundesinnenminister, es seien deutsche Bürger, die am Abend zuvor ermordet worden seien. „Wir sind Freunde“, sagt Seehofer.

          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hanns Mattes

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Er versichert, dass er mit dem türkischen Außenminister telefonieren werde. Die neun Personen, die der Attentäter Tobias R. in einer Shisha-Bar und einem Kiosk erschossen hat, haben alle einen Migrationshintergrund. „Wir sind deutsche Staatsbürger“, sagt noch einmal ein anderer Herr zu Seehofer. „Weiß ich“, sagt der. Zuvor hatte er schon gesagt, dass Rassismus „Gift“ sei. „Gift, das Verwirrung in den Köpfen auslöst und dafür sorgt, dass das Böse hervortritt.“ Er habe für alle öffentlichen Gebäude in Deutschland Trauerbeflaggung angeordnet.

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