EKD und Bischofskonferenz : Annäherung auf sensiblem Boden

Trotz aller Gegensätze: Die Evangelische Kirche in Deutschland und die katholische Bischofskonferenz wollen den 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017 gemeinsam begehen. In einem historischen Gottesdienst zur Versöhnung sollen sich die Gläubigen gegenseitig um Vergebung bitten für frühere Greueltaten.
Wie sich die katholische Kirche am 500. Jahrestag der Reformation beteiligen wird, gehört seit Jahren zu den großen Unbekannten bei den Planungen für das Jahr 2017. Die Irritationen in der Ökumene der vergangenen Jahre ließen gar Zweifel wachsen, ob sich die Deutsche Bischofskonferenz oder der Vatikan überhaupt an dem Projekt „Luther 2017“ beteiligen. Und das, obwohl das Reformationsjubiläum seit dem Scheitern der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 wohl das größte kulturpolitische Ereignis des Jahrzehnts in Deutschland werden dürfte. Die vielen Dutzend Millionen Euro, die für die Sanierung der Stätten der Reformation ausgegeben werden, können jedenfalls als Hinweis darauf gelesen werden, dass der Reformation von staatlicher Seite ein herausragender Platz nicht nur in der deutschen Geschichte zuerkannt wird.





