Brief aus Washington :
Vance soll Irans Sicherheitsratschef kontaktiert haben

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Der amerikanische Vizepräsident JD Vance steht im Oval Office hinter Donald Trump.
Der amerikanische Vizepräsident JD Vance steht im Oval Office hinter Donald Trump.Reuters/Kevin Lamarque

Ob Präsident Trump den Brief angeregt hatte oder nicht, ist unklar. Laut einem Bericht gibt es außerdem Anzeichen für einen möglichen „kurzen, intensiven Militäreinsatz“ gegen Iran nach den Midterm-Wahlen.

Im Bemühen um eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen mit dem Iran hat US-Vizepräsident JD Vance einem Bericht zufolge Irans Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats kontaktiert. Vance habe Mohsen Resaei einen Brief geschickt, berichtete das „Wall Street Journal“ („WSJ“) am Mittwoch. In dem Schreiben geht es demnach eher um einen „möglichen Verhandlungsrahmen“ als um Einzelheiten eines Friedensvorschlags.

Aus dem Umfeld der Zeitung hieß es, der Brief sei auf Initiative von US-Präsident Donald Trump versandt worden. Darauf von Journalisten angesprochen, stritt Trump jedoch ab, das Schreiben angeregt zu haben. Vance haben ihn gefragt, was er davon halte, sagte Trump vor seiner Abreise zu einem Wahlkampfauftritt in Ohio. Er habe geantwortet: „Wenn du das machen willst, ist das für mich in Ordnung.“

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Neue Angriffe auf Iran nach den Wahlen?

Wie das „WSJ“ zudem berichtete, hat Washington mehrere Golfstaaten aufgefordert, sich auf einen möglichen „kurzen, intensiven Militäreinsatz“ gegen Iran nach den amerikanischen Zwischenwahlen am 3. November einzustellen. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtete die Zeitung am Mittwoch, Trump habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Derweil warnte Irans Militär vor einer umfassenderen Vergeltung im Falle eines erneuten Angriffs. Resaei erklärte, es seien etwa Angriffe auf Infrastruktur mit Verbindung zu den USA denkbar, darunter Rechenzentren sowie weitere Einrichtungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz.

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf  Iran begonnen. Seither halten die iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus de facto blockiert, was die weltweiten Energiepreise in die Höhe getrieben hat. Nach dem Scheitern einer Vereinbarung zwischen Washington und Teheran im Juni waren die diplomatischen Bemühungen ins Stocken geraten.

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