25 Jahre Mauerfall : Ein beglückendes Jahr

Die Menschen haben einen auf Dauer schwer zu unterdrückenden Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit. Am Ende setzen sie sich gegen jedes totalitäre Regime durch. Die Behauptung von der angeblichen strukturellen Menschenrechtsunfähigkeit ganzer Gesellschaften geht fehl.
Gestern vor fünfundzwanzig Jahren, am 9. November 1989, begann eines der beglückendsten Jahre meines bisherigen politischen Lebens. Als unter dem Druck der gegen die SED-Diktatur aufbegehrenden Ostdeutschen die Berliner Mauer geöffnet wurde und sich der Deutsche Bundestag unter dem Eindruck der Nachricht am Abend als Gesangverein konstituierte - einige Abgeordnete der SPD und der Grünen verließen unter Protest den Plenarsaal und sangen die Nationalhymne nicht mit -, war für mich bald klar: Wenn die Entwicklung in der DDR weiterhin friedlich bleibt, dann wird auch sehr schnell die Wiedervereinigung kommen.





