https://www.faz.net/-gpf-9oyho

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer : UN fordern Europäer zu neuen Rettungsaktionen auf

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge im Mittelmeer Bild: dpa

Die EU müsse Flüchtlinge besser davor schützen, in die Hände von Menschenschmugglern zu fallen, forderten die Chefs von UNHCR und IOM. Auch die Rückführung von Migranten nach Libyen müsse gestoppt werden, das Land sei ein „gefährliches Pflaster“.

          Die unhaltbaren Zustände für Flüchtlinge und andere Migranten in Libyen müssen die Europäer und andere Aufnahmeländer nach Überzeugung der Vereinten Nationen zum Umdenken zwingen. Die Europäer sollten ihre eingestellten Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer wieder aufnehmen und die Migranten in sichere Häfen bringen, verlangten der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, und der Chef der Organisation für Migration (IOM), Antonio Vitorino am Donnerstagabend in einer Erklärung in Genf. Zudem seien dringend mehr Aufnahmeplätze für in Libyen Gestrandete nötig.

          Die Rückführung von Migranten nach Libyen, die auf dem Mittelmeer gerettet werden, müsse gestoppt werden. Libyen sei ein gefährliches Pflaster. Eine Tragödie wie der Tod von mehr als 50 Migranten, die vergangene Woche bei einem Raketeneinschlag im Internierungslager Tadschura östlich von Tripolis umkamen, dürfe sich nie wiederholen. Die Gegend ist seit Beginn der Offensive von General Chalifa Haftar, der die Regierung in der Hauptstadt stürzen will, heftig umkämpft.

          Nach Angaben von UNHCR und IOM halten sich in Libyen rund 50.000 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende auf, ebenso wie 800.000 weitere Migranten. Flüchtlinge sind nach UN-Definition Menschen, die vor Gewalt oder Verfolgung flüchten, andere Migranten suchen ein besseres Leben im Ausland. Alle diese Menschen müssten besser davor geschützt werden, in die Hände von Menschenschmugglern zu fallen, verlangten Grandi und Vitorino.

          Weitere Themen

          Hooligans attackieren Schwule auf LGBT-Parade Video-Seite öffnen

          Homophobe Gewalt in Polen : Hooligans attackieren Schwule auf LGBT-Parade

          Während der ersten Gay-Pride-Parade in der polnischen Stadt Bialystok kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Hooligans und Ultranationalisten attackieren und beleidigten die Teilnehmer. Am Ende musste die Polizei einschreiten.

          Zwei Tanker und eine Retourkutsche

          Großbritannien und Iran : Zwei Tanker und eine Retourkutsche

          Kritiker werfen der Regierung in London vor, sie sei vom Machtkampf um die Nachfolge Mays abgelenkt. Tut sie zu wenig für die Sicherheit der britischen Schiffe im Persischen Golf?

          Topmeldungen

          Großbritannien und Iran : Zwei Tanker und eine Retourkutsche

          Kritiker werfen der Regierung in London vor, sie sei vom Machtkampf um die Nachfolge Mays abgelenkt. Tut sie zu wenig für die Sicherheit der britischen Schiffe im Persischen Golf?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.