FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);EU und Seenotrettung :
Hoffen auf ein Ende der Improvisation

Von
Michael Stabenow
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Hafen gefunden: Migranten können in Valletta von Bord der „Alan Kurdi“ gehen.
Hafen gefunden: Migranten können in Valletta von Bord der „Alan Kurdi“ gehen.AFP

Auch nach Jahren des Streits tut sich die EU schwer, gerettete Migranten auf Staaten zu verteilen. Wird es nun eine solidarische Lösung geben? Bisher haben sich nur wenige Staaten zur Aufnahme bereiterklärt.

Reichlich hilflos, aber nicht vollkommen hoffnungslos verfolgt die Europäische Kommission die jüngsten Flüchtlingsdramen im zentralen Mittelmeer. Die EU-Mittelmeermission „Sophia“, 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle eingesetzt, kümmert sich primär um die Überwachung der wichtigsten Routen und die Bekämpfung von Schlepperbanden. Sie funktioniert aber seit Ende März nur noch bruchstückhaft und kann nicht mehr ihrer – durch internationales Seerecht gestützten – Aufgaben der Rettung von Schiffbrüchigen aus akuter Not nachkommen. Weiterhin, zunächst bis Ende September, funktioniert die Luftüberwachung. „Das ist nicht die Option, die wir bevorzugen“, gab die Sprecherin der in Brüssel für die Mission „Sophia“ zuständigen EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zu bedenken.

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