„Wenn die Europäer nicht vereint sind, fallen sie zurück“
Trotz Frankreichs Schuldenberg sieht der frühere EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Solidität der Eurozone nicht in Gefahr. Gleichwohl mahnt er die Europäer zu tiefgreifenden Reformen.
Interview mit Jean-Claude Trichet +++ Antisemitismus-Resolution +++ Boykottaufruf gegen die israelische Kultur +++ Christine Lagarde +++ Lieferkettengesetz
Trotz Frankreichs Schuldenberg sieht der frühere EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Solidität der Eurozone nicht in Gefahr. Gleichwohl mahnt er die Europäer zu tiefgreifenden Reformen.
Geburtstagsparty einer Notenbank in Zeiten von 7 Prozent Inflation: Wie gratuliert man jemandem herzlich, bei dem es gerade nicht optimal läuft? Ein Besuch in der EZB.
Mit vielen prominenten Gästen und einer Geburtstagstorte hat die Europäische Zentralbank in Frankfurt den 25. Jahrestag ihrer Gründung gefeiert. Die EZB-Präsidentin will die Inflation „zeitnah“ senken.
In seiner Amtszeit sind der Gemeinschaftswährung fünf Staaten beigetreten. Die Erweiterung zu diesem Zeitpunkt werde den Euro stärken, sagt der ehemalige Notenbankchef Jean-Claude-Trichet.
Christine Lagarde leitet die EZB seit November 2019. Die Inflation wird zu ihrer größten Bewährungsprobe. In jedem Falle bleibt sie eine Gefangene der von ihr geleiteten Institution.
Sein Platz in den Geschichtsbüchern ist ihm als Geldpolitiker sicher, denn er rettete den Euro. Dann übernahm er Regierungsverantwortung. Doch was braucht es jetzt, damit er mit dem Retten Italiens weitermacht?
Der europäische Bonitätswächter will ein Gegenpol zur Macht der amerikanischen Rating-Riesen werden. Dabei soll jetzt eine Übernahme helfen. Beim Rating der Grensill Bank macht Scope allerdings eine unglückliche Figur.
Mario Draghi begibt sich auf den Schleudersitz der italienischen Nation. Wer, wenn nicht der frühere EZB-Präsident, kann das Land in die richtige Richtung führen?
Die europäische Ratingagentur Scope bemüht sich um die Anerkennung durch die EZB. Horst Köhler und Jean-Claude Trichet sollen jetzt die Unabhängigkeit der Agentur sichern.
Nirgendwo ist EZB-Präsident Mario Draghi, der am 31. Oktober abtritt, auf so viel Protest gestoßen wie in Deutschland. Am Ende hat er die Macht der Europäischen Zentralbank überdehnt. Eine Bilanz.
„Die EZB wird bisher allein gelassen“, mahnt Jean-Claude Trichet und warnt zugleich vor einer Rezession. Besonders an die Adresse Deutschlands richtet er einen dringenden Appell.
Leitzinserhöhungen zum falschen Zeitpunkt haben die Glaubwürdigkeit der zunächst unter deutschem Einfluss stehenden Geldpolitik der EZB unterminiert. Und nicht nur das. Erinnerungen eines früheren Geldpolitikers.
Geldpolitiker bleiben gerne unter sich. Jetzt sind sie auf eine verrückte Idee gekommen: einfach mal mit dem Volk reden.
Vor zehn Jahren löste die Pleite der Bank Lehman Brothers die Finanzkrise aus. Im Dokudrama „Gier frisst Herz“ der ARD sieht es so aus, als sei daran nur ein Mann schuld gewesen.
Die Europäische Zentralbank wird 20 Jahre alt. Sie hat sich radikal gewandelt – nicht jeder ist über ihren Kurs begeistert. Das große Fest bleibt dieses Jahr deshalb aus.
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gilt als Gegenspieler von EZB-Chef Mario Draghi. Jetzt will die Bundesregierung Weidmann offenbar zu seinem Nachfolger machen.
Entweder wir humanisieren die Globalisierung, oder die Globalisierung enthumanisiert Europa. Nur wenn wir wieder unsere Gemeinsamkeiten sehen, können wir Gerechtigkeit, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit schaffen.
Die Allianz-Vermögenstochter Pimco hat den Aufbau einer neuen Beratergruppe angekündigt. Mit dabei sind zwei ehemalige Notenbank-Chefs und ein früherer britischer Premierminister.
Ein Austritts Griechenlands käme sehr teuer, prophezeit der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet. Im Gespräch mit der F.A.Z. warnt er: Auch das „Risiko einer geopolitischen Ansteckung“ werde unterschätzt.
Bereits gegen Mitternacht am Dienstag soll ein Blockupy-Sonderzug mit tausend Demonstranten in Frankfurt ankommen. Die Polizei ist alarmiert. Am EZB-Festakt am Mittwoch nehmen Jean-Claude Trichet und Petra Roth teil, Hessens Ministerpräsident Bouffier fehlt allerdings.
Der Euro wurde überfrachtet mit allen möglichen Heilserwartungen. Davon sind wir geheilt. Jetzt sehen wir: Die gemeinsame Währung hat Unfrieden gebracht.
Im Rat der Europäischen Zentralbank rumort es. Mehrere Ratsmitglieder ärgern sich über Alleingänge von Präsident Mario Draghi. Noch in dieser Woche wollen sie angeblich die offene Konfrontation mit dem Italiener wagen.
Das Verhältnis zwischen EZB-Präsident Draghi und Bundesbank-Präsident Weidmann ist zerrüttet. Und auch das Verhältnis zu Berlin hat sich spürbar abgekühlt. Noch schweigt Merkel.
In Basel sitzt die mächtigste unbekannte Bank der Welt. Hier wird beschlossen, wonach sich jede Bank richten muss. Hier sprechen Notenbank-Präsidenten über die Dummheit von Finanzministern, aber auch über Dinge, die die Finanzmärkte der Welt bewegen.
Spaniens früherer Regierungschef Zapatero hat seine Memoiren geschrieben. Darin redet er über die Krisenzeit. Drei Mal habe er internationale Hilfen für Spanien abgelehnt.
Die Schüler der Jugendinitiative „My Europe“ haben konkrete Vorstellungen, wie sich der alte Kontinent in der Zukunft entwickeln soll. Nun präsentierten die jungen Leute aus zehn europäischen Ländern in Frankfurt ihre Visionen mit einem „Manifest für Europa“.
Ein unbekannter Staatsdiener erfand in Frankreich vor dreißig Jahren die Defizitgrenze von 3 Prozent, die bis heute den Euroraum prägt.
Ich habe permanent telefoniert.
Vor fünf Jahren kollabierte Lehman Brothers. Amerika verweigerte die Rettung. Das war gut so. Es taugt als abschreckendes Beispiel dafür, was man nicht tun sollte - etwa für Angela Merkel.
Auch fünf Jahre nach der Pleite der Investmentbank Lehman sind die Folgen nach Ansicht des einstigen EZB-Präsidenten Trichet nicht bewältigt. „Wir leben immer noch im Schatten von Lehman“, sagte Trichet der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Ungewöhnliches spielte sich vor zwei Jahren zwischen Frankfurt und Rom ab, mit einem offiziellen Brief an die italienische Regierung, unterschrieben vom
Ohne Wettbewerbsfähigkeit gibt es kein tragfähiges Wirtschaftswachstum und keine hohe Beschäftigung. Daher sollte Wettbewerbsfähigkeit wieder ein Leitmotiv der Wirtschaftspolitik werden.
In der Nacht zum 8. Mai 2010 begann das große Retten. Die Regierungschefs der Euroländer haben in einer dramatischen Sitzung die Regeln der Währungsunion über den Haufen geworfen. Eine Rekonstruktion.
Am 9. August 2007 befand sich Jean-Claude Trichet im Urlaub in Saint-Malo in der Bretagne, als morgens um 7.30 Uhr sein Telefon klingelte.
chs. PARIS, 22. April. Wenn Édouard Carmignac das Herz schwer ist, greift er gern zur Feder - und zwar so, dass alle es merken.
Jeroen Dijsselbloem leitet die Sitzungen der Euro-Finanzminister. Und er ist Minister in den Niederlanden. Den Spagat zwischen seinen beiden Rollen beherrscht er noch nicht.