Italiens Wortbruch
Ungewöhnliches spielte sich vor zwei Jahren zwischen Frankfurt und Rom ab, mit einem offiziellen Brief an die italienische Regierung, unterschrieben vom
Ungewöhnliches spielte sich vor zwei Jahren zwischen Frankfurt und Rom ab, mit einem offiziellen Brief an die italienische Regierung, unterschrieben vom damaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, sowie von seinem designierten Nachfolger Mario Draghi, damals Chef der italienischen Notenbank. Der Ton des Briefes war fordernd: „Der EZB-Rat ist der Auffassung, dass entschiedene Aktionen der italienischen Regierung notwendig sind, um das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen“, heißt es in dem Schreiben. Darin folgten detaillierte Vorgaben für die Reformen, die von den beiden Briefautoren als essentiell angesehen wurden, abschließend in ultimativem Ton die Erwartung, dass alles unternommen werde, um sie zu realisieren.





