Reporterlegende Seymour Hersh : „Diese ganze Geschichte ist ein einziger großer Schwindel“
Seymour Hersh, einer der bekanntesten Journalisten Amerikas, glaubt nicht daran, dass der amerikanische Präsident aus Russland gesteuert wird. Im FAZ.NET-Interview deutet er viel schmutziges Insiderwissen über Dick Cheney und Hillary Clinton an.
Die amerikanische Reporterlegende Seymour Hersh, 81 Jahre alt, immer noch impulsiv und mit einer Vorliebe für alle Abwandlungen des Schimpfwortes „fuck“, denkt anders als der Durchschnittsmensch über politische Themen. Er sitzt in seinem kleinen Zwei-Zimmer-Büro, 800 Meter vom Weißen Haus entfernt, um ihn herum Bücherstapel – und vor allem Akten. Notizen, Zettel, Dokumente, gebunden in roten, gelben, blauen Heftern. Hersh behauptet, er wisse ganz genau, wo was stehe. Wenn man ihm eine Frage stellt, fängt er gern einen Satz an, erwähnt einen „alten Freund“, sucht den Namen im Internet oder steht auf, zieht ein Buch aus dem Regal, um einen Absatz zu zitieren, der seine Aussagen untermauert, oder wühlt in den Zettelhaufen nach einer bestimmten Stelle aus einem seiner vielen Interviews mit anonymen Geheimdienstquellen. Seine Gedanken springen durch die Jahrzehnte, eine kurze Antwort entlockt man ihm nur selten.






