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Humanitäre Hilfe für Syrien : Das letzte Tor nach Idlib

„Lebenslinie“ für Syrer: Im türkischen Reyhanli macht sich ein Lastwagen mit Hilfsgütern auf den Weg in Richtung Idlib. Bild: picture alliance / AA

Mehr als vier Millionen Syrer im Nordwesten des Landes sind auf UN-Hilfsgüter angewiesen. Die kommen aber nur an, wenn Moskau das will. Legt Russland ein Veto gegen die Verlängerung der Resolution ein?

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          Jeden Morgen um sechs Uhr passieren bis zu dreißig lange, leere Lastwagen die Grenze. Von Bab al-Hawa, wo die Flagge der syrischen Rebellen weht, rollen sie die wenigen Hundert Meter zum ersten türkischen Grenzposten hinab. Dazwischen ein Streifen Niemandsland, zu beiden Seiten windet sich eine Grenzmauer die unbewaldeten Hügel hoch. Sobald sie türkischen Boden erreichen, begleiten Wagen der türkischen Gendarmerie den Konvoi. Alle Lastwagen tragen arabische Nummernschilder, etwa aus Idlib oder aus Aleppo. Die kurvige Straße führt zum eigentlichen türkischen Grenzübergang, dem Cilvegözü Kapisi, hinab.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Von dort sind es nur noch wenige Kilometer nach Reyhanli. In der Grenzstadt zu Syrien inspiziert der Zoll jeden Lastwagen. Einer nach dem anderen wird geröntgt. Weiter im Konvoi legen die Lastwagen nun die kurze Distanz zum Compound der Vereinten Nationen zurück, dem UN-Transshipment-Hub für die Hilfen der Staatengemeinschaft, die für den Nordwesten Syriens bestimmt sind. Entlang der Mauer haben sich dort bereits türkische Lastwagen aufgereiht. Aus den großen Lagern der UN, vor allem im Hafen Mersin und in Gaziantep, haben sie die Hilfsgüter bis hierher an die Grenze zu Syrien befördert.

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