Die größte Sorge gilt nicht mehr den Bombern
Assads Regime ist gestürzt. Aber selbstbewusste Sieger, alte Eliten und ängstliche Minderheiten misstrauen einander. Reise durch ein Land, in dem die neue Freiheit schon wieder zu schwinden scheint.
Im syrischen Bürgerkrieg wurde in al-Hula ein Massaker verübt. Einige der Täter kamen aus einem nahe gelegenen Dorf. Ist es möglich, den Horror und den Hass zu überwinden?
Assads Regime ist gestürzt. Aber selbstbewusste Sieger, alte Eliten und ängstliche Minderheiten misstrauen einander. Reise durch ein Land, in dem die neue Freiheit schon wieder zu schwinden scheint.
Für ihn war das Urteil von besonderer Bedeutung: Ein Opfer des syrischen Folterarztes, der in Frankfurt zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, erzählt. Er verlor seinen Bruder in einer überfüllten, dreckigen Zelle.
Das Gericht in Frankfurt verurteilt Alaa M. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Die Richter sind überzeugt, dass der Mediziner mehrere Gefangene in Syrien gefoltert hat.
Am vorletzten Verhandlungstag betonen die Beistände der Nebenkläger die anhaltenden Folterfolgen für ihre Mandanten. Der Angeklagte sieht sich als Opfer eines Komplotts.
Eine Operation ohne Betäubung, gezielt zugefügte Verbrennungen an den Genitalien – die Vorwürfe gegen den syrischen Arzt Alaa M. sind gravierend. Die Bundesanwaltschaft fordert die Höchststrafe.
Im Frankfurter Prozess gegen den syrischen Arzt Alaa M. ist nun endgültig klar: Ein ehemaliger Kollege, der ihn schwer belastet, wird nicht vor dem Oberlandesgericht aussagen.
Syrien wird drei Monate nach dem Sturz von Machthaber al-Assad von schweren Kämpfen erschüttert. Aktivisten berichten von Massakern. Der Übergangspräsident ruft zu Einheit auf. Der Überblick.
Dem syrischen Arzt, der in seiner Heimat gefoltert haben soll, könnte die Sicherungsverwahrung drohen. Der psychiatrische Gutachter kommt zu drastischen Einschätzungen.
Plünderungen, Morde, Drohungen: Die Lage der Minderheiten in Syrien ist offenbar dramatisch. Christliche Geistliche schwanken zwischen Alarmstimmung und Hoffnung.
In Homs waren viele erleichtert über Assads Ende. Aber den neuen Machthabern trauen sie auch nicht. Und die Spannungen zwischen Siegern und Besiegten könnten Syrien zerreißen.
Unter Assad konnten Christen ihren Glauben relativ frei leben. Die neuen Machthaber in Syrien versichern, dass das so bleibt. Aber viele Christen sind besorgt.
Der Fernsehsender CNN zeigt anrührende Bilder von der Entdeckung eines Mannes in einem syrischen Gefängnis. Jetzt stellt sich heraus: Er war wahrscheinlich eher ein Täter als ein Opfer.
Die syrischen Rebellen marschieren in der Nacht in Damaskus ein. Machthaber Baschar al-Assad soll die Hauptstadt verlassen haben. Auch die Armee erklärt das Ende von Assads Herrschaft.
Auch die strategisch wichtige Stadt Homs ist nun offenbar unter Kontrolle der syrischen Rebellen. Ihr nächstes Ziel ist Damaskus – und der Sturz der Regierung von Präsident Baschar al-Assad.
Der syrische Machthaber Baschar al-Assad verliert die Kontrolle über weitere Teile des Landes. Auch in den Vororten der Hauptstadt Damaskus soll es mittlerweile zu Aufständen kommen.
Die islamistische Rebellenmiliz HTS hat laut eigener Aussage nach den Städten Aleppo, Hama und Homs auch die südsyrische Stadt Daraa eingenommen. Staatliche Angaben bestätigen, dass sich das Militär aus den Gebieten im Süden zurückgezogen hat.
Die Rebellenallianz „Hay’at Tahrir al-Scham“ steht in Syrien vor der Eroberung von Homs. Von dort fliehen Tausende in die von Machthaber Baschar al-Assad kontrollierten Gebiete. Die Türkei betrachtet den Vormarsch mit Skepsis.
Nach dem Einmarsch in Aleppo und Hama rückt die islamistische Rebellenallianz „Hay’at Tahrir al-Scham“ bis etwa 13 Kilometer vor die zentralsyrische Stadt Homs vor. Derweil fliehen Tausende Menschen aus der drittgrößten Stadt Syriens.
In Frankfurt wird einem syrischen Arzt der Prozess gemacht, der in seiner Heimat Patienten gefoltert haben soll. Ein Mann, der einst mit ihm zusammenarbeitete, sagt diese Woche vor Gericht aus.
Im Prozess um Folter in Syrien gegen den Arzt Alaa M. am OLG Frankfurt blamiert sich die Verteidigung, die ihren Mandanten mit Dokumenten entlasten wollte. Bei einer Verurteilung droht ihm die Sicherungsverwahrung.
In Syrien endet die Abschlussfeier in einer Militärakademie in einem Blutbad. Assad könnte den Angriff politisch nutzen. Dem Regime ist an Kriegsstimmung gelegen.
Laut der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte seien auch Zivilisten unter den Toten. Die Türkei bombardierte derweil Ziele in dem Land und amerikanische Truppen haben eine Drohne Ankaras abgeschossen.
Bei einem Drohnenangriff auf eine Militärakademie im Zentrum Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 78 Menschen getötet worden. Die syrische Armee macht „terroristische Organisationen“ dafür verantwortlich.
Der syrische Arzt Alaa M. steht wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit in Frankfurt vor Gericht. Er soll Kranke und Gefangene während des Bürgerkriegs gefoltert haben. Syrien versucht offenbar, die Aufklärung des Falls zu beeinflussen.
Ein weiterer Zeuge belastet den syrischen Arzt Alaa M.: Er will ihn in einem Gefängnis des militärischen Geheimdienstes in Syrien gesehen haben. Dieser streitet ab, jemals dort gewesen zu sein.
Ein Rechtsmediziner ordnet vor dem Oberlandesgericht Frankfurt Fotos getöteter Syrer ein. Sein Gutachten ist eine bedrückende Dokumentation über die Brutalität des Assad-Regimes.
In Frankfurt steht ein syrischer Arzt vor Gericht, der in seiner Heimat gefoltert haben soll. 2015 kam er nach Deutschland. Es dauerte nur zwei Monate, bis er auch hier Patienten behandeln durfte.
Im Prozess um Foltervorwürfe gegen den syrischen Arzt Alaa M. sagt am Oberlandesgericht Frankfurt das erste mutmaßliche Opfer aus. Der Mann will auch gesehen haben, wie Alaa M. einem Gefangenen eine tödliche Spritze verabreichte.
Der syrische Arzt Alaa M. steht in Frankfurt vor Gericht, weil er in Syrien Zivilisten gefoltert haben soll. Nun präsentiert er seine Theorie, wer ihm die Vorwürfe anhängen wolle.
Alaa M. soll in syrischen Militärkrankenhäusern gefoltert haben. Im Prozess in Frankfurt widerspricht er einem Teil der Vorwürfe und sagt, er habe selbst große Angst gehabt.
Jahrelang arbeitete er unerkannt in Deutschland, obwohl er in seinem Heimatland Gräueltaten begangen haben soll. Jetzt muss sich ein syrischer Arzt wegen Foltervorwürfen vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten.
Über 2300 Kilometer entfernt von seiner Heimatstadt Homs ist im polnischen Bohoniki unweit der Grenze mit Belarus der 19-jährige Syrer Ahmad Al Hasan beerdigt worden. Der junge Mann war in einem Fluss an der polnisch-belarussischen Grenze ertrunken.
Zwischen improvisierter Schönheit und Perspektivlosigkeit: Eine Arte-Dokumentation zeigt, wie eine halbe Million Menschen im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari ihr Dasein fristet.
Viele Geflohene misstrauen Assads Regime und sind bei einer Rückkehr von Verfolgung bedroht. Offiziell dürfen alle zurückkommen. Doch tatsächlich ist das Regime nur an den Flüchtlingen interessiert, die ihm nutzen.
In der Nacht berichten syrische Staatsmedien von Raketenangriffen des israelischen Militärs auf Damaskus und Homs. Doch aus syrischen Militärkreisen gibt es andere Informationen.
Gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien haben die Vereinigten Staaten Militär- und Forschungseinrichtungen in Syrien angegriffen. Laut Pentagon handelt es sich um einen einmaligen Schlag.