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Heimreise nur für Auserwählte : Warum die Rückkehr nach Syrien für Kriegsflüchtlinge so schwierig ist

Ein syrischer Flüchtling kehrt aus dem Libanon in seine Heimat zurück und passiert nahe der Grenze libanesische Sicherheitskräfte (Aufnahme vom 18. April). Bild: AP

Viele Geflohene misstrauen Assads Regime und sind bei einer Rückkehr von Verfolgung bedroht. Offiziell dürfen alle zurückkommen. Doch tatsächlich ist das Regime nur an den Flüchtlingen interessiert, die ihm nutzen.

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          In Barelias, einer kleinen Stadt in der Bekaa-Ebene im Libanon, kreuzen sich die Wege zweier Syrer. Wael aus der Stadt Homs arbeitet hier in einem kleinen Laden. Er kann nicht weiter als bis zum Ende der Straße, denn dort ist ein Kontrollpunkt der libanesischen Sicherheitskräfte und er hat keine gültige Aufenthaltserlaubnis. Ziad aus einem christlichen Dorf, der in einer örtlichen Miliz für Baschar al Assad kämpft, fährt mit seinem Sammeltaxi immer wieder durch die Straßen von Barelias. Er bringt Fahrgäste über die nahe Grenze nach Damaskus und hat wenig Mitleid mit dem jungen Mann aus Homs. „Er hätte für sein Land kämpfen sollen“, sagt Ziad. Auf die Frage, ob Wael seiner Meinung nach zurückkehren dürfe, zögert er und sagt dann: „Wenn er Geld in die Hand nimmt, und das Land wieder aufbaut, dann vielleicht.“

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Aber Wael wagt sich trotz allem Druck der libanesischen Behörden nicht zurück nach Syrien, denn dort könnte er entweder festgenommen oder in die Armee gezwungen werden. Er weiß auch gar nicht, wo er hin soll, denn das Haus seiner Familie ist nur noch eine Ruine in einem riesigen Trümmerfeld, das einmal sein Viertel war. Wenn Wael überhaupt irgendwo hin will, dann nach Europa oder Kanada.

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