Europa im Kopf, Russland im Nacken
In Georgien gehen seit einem Jahr Menschen gegen den Georgischen Traum auf die Straße. Aber die Partei hat auch zahlreiche Unterstützer. Über ein gespaltenes Land zwischen Mut und Unmut, Unrecht und Unabhängigkeit.
Im ungarischen Wahlkampf setzt die Fidesz-Partei auf Kriegsangst. Die Methode ist bekannt: die Brutalität anderer betonen und damit von der eigenen ablenken.
In Georgien gehen seit einem Jahr Menschen gegen den Georgischen Traum auf die Straße. Aber die Partei hat auch zahlreiche Unterstützer. Über ein gespaltenes Land zwischen Mut und Unmut, Unrecht und Unabhängigkeit.
Die Regierung in Georgien will das Land auf Moskau-Kurs bringen. Sie bekämpft ihr eigenes Volk mit allen Mitteln. Journalisten sind besonders in Gefahr. Ein Besuch bei Reportern, die trotz Zensur und Gewalt nicht aufgeben.
Georgiens Machthaber wollen Oppositionsparteien verbieten und beschuldigen die EU, „Terroristen“ zu unterstützen. Gleichzeitig werden die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland enger.
Von dem von der Regierungspartei Georgischer Traum angekündigten Schritt ist auch die Bewegung des früheren Präsidenten Saakaschwili betroffen. Mehrere führende Oppositionelle sind inhaftiert.
Georgiens Regierung betreibt eine Verleumdungskampagne gegen die Vertreter von EU-Staaten. Auf den deutschen Botschafter hat sie es besonders abgesehen.
Seit einem halben Jahr dauern die Proteste gegen die Hinwendung der georgischen Regierung nach Russland an. Nun verschärft das Regime gegen seine Kritiker den Kurs.
Seit 140 Tagen wird in Georgien ohne Unterbrechung gegen das autoritäre Regime und seine Abwendung vom Westen demonstriert. Die Machthaber sind geschwächt – und wollen die Opposition ganz ausschalten.
Eine Journalistin in Untersuchungshaft, ein Fernsehsender, der seine Rechnungen nicht mehr zahlen kann: Die Methoden der georgischen Machthaber in ihrem Kampf gegen freie Medien.
In einer Hotellobby in Batumi ist einer der Führer der georgischen Opposition verprügelt worden. In der Gruppe der Angreifer befand sich ein bekannter Politiker der Regierungspartei. Beginnt eine neue Welle der Repression?
Sogar zwischen Neujahr und orthodoxem Weihnachten gehen die Massendemonstrationen in Georgien weiter. Die Regierung will die Proteste aussitzen – doch auch sie ist in Schwierigkeiten.
Der neue Präsident gilt als Mann der russlandfreundlichen Regierungspartei Georgischer Traum. Die bisherige Präsidentin Surabaschwili verlässt den Amtssitz, sieht sich aber weiter als legitimes Staatsoberhaupt.
Bis zu zehn Regierungsvertreter sollen wegen Menschenrechtsverletzungen bestraft werden. Ungarn stemmt sich dagegen. Doch die Aufhebung der visumfreien Einreise für Beamte und Diplomaten könnte dennoch bevorstehen.
Georgiens Machtpartei kürt einen Präsidenten, doch die Proteste gehen weiter. Selbst die Entzündung des vorm Parlament aufgestellten Weihnachtsbaums gerät zur Machtprobe zwischen Regierung und Demonstranten.
Ohne Gegenkandidaten ist der frühere Fußballer Michail Kawelaschwili zum neuen Präsidenten Georgiens gewählt worden. Die Opposition boykottierte die Abstimmung.
Mehr als zwei Wochen halten die Proteste in Georgien an. Keine Seite will aufgeben. Den einen geht es um die Macht, den anderen um ihren Platz in Europa.
Trotz Proteste hat die Wahlversammlung in Georgien den pro-russischen Ex-Fußballer Kawelaschwili der Regierungspartei Georgischer Traum zum Präsidenten gewählt. Erstmals wurde der Staatschef nicht direkt vom Volk gewählt.
Wegen der „brutalen und ungerechtfertigten Gewalt“ der Regierungspartei Georgischer Traum gegen eigene Bürger sollen einige Regierungsvertreter nicht mehr in die USA einreisen dürfen.
Georgiens Protestwelle ist inzwischen in kleineren Städten angekommen. Etwa in Gori, wo einst der Sowjetdiktator Stalin geboren wurde. Aber die Aktivisten haben es dort nicht leicht.
Der Machtkampf in Georgien ist in vollem Gang. In Tiflis kommt es wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und proeuropäischen Demonstranten. Washington zieht erste Konsequenzen.
Nach dem Regierungschef Kobachidse ankündigte, den EU-Beitritt Georgiens zu verzögern, sind Tausende Menschen in Tiflis auf die Straße gegangen. Die Polizei soll Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt haben.
Ohne Opposition und begleitet von Straßenprotesten hat sich Georgiens neues Parlament erstmals versammelt. Die Gegner der Regierung sprechen von systematischer Manipulation der Wahl im Oktober.
In Tiflis haben Sicherheitskräfte ein Zeltlager von Gegnern der Regierung aufgelöst. Georgiens Präsidentin Surabischwili strebt Neuwahlen an.
Seit vielen Jahren arbeitet Kacha Gogolaschwili daran, sein Land in die EU zu führen. Plötzlich gilt er als Agent des Auslands. Er sagt: Die Regierungspartei hat gar kein Interesse daran, in die EU zu kommen.
In Georgien gibt es immer mehr Hinweise auf eine systematische Manipulation der Wahl. Zum Einsatz kam demnach ein breites Spektrum von Methoden, um Stimmen für den Georgischen Traum zu beschaffen.
Seit der Wahl in Georgien häufen sich Berichte über Betrug an den Urnen. Die Wechselstimmung der vergangenen Monate weicht Entsetzen und Schweigen: Szenen einer Woche.
Georgiens Regierungspartei sieht sich nach der Wahl auf dem Weg in Richtung EU – obwohl die EU das Gegenteil sagt. Derweil will die Staatsanwaltschaft die Präsidentin vorladen.
Die georgische Staatsanwaltschaft untersucht Vorwürfe, wonach die Wahlen vom Samstag manipuliert worden sind. Nun hat sie die proeuropäische Präsidentin zur Befragung einbestellt.
Der junge Politiker Giorgi Butikaschwili fordert, dass der Westen wegen der beklagten Wahlmanipulationen nicht nur klare Worte findet. Er sieht eine Möglichkeit, den faktischen Machthaber Iwanischwili unter Druck zu setzen.
Die Manipulationsvorwürfe bei der Parlamentswahl in Georgien häufen sich – teilweise mit offenkundigen Beweisen. Allerdings sind die europäischen Staaten gespalten in ihrer Haltung.
Nach der Parlamentswahl am Samstag gibt es Zweifel am Sieg der prorussischen Regierungspartei Georgischer Traum. Wie die OSZE berichtet kam es zu erheblichen Verstößen gegen Grundsätze einer ordnungsgemäßen Wahl.
Georgiens Präsidentin Salome Surabischwili wurde vor sechs Jahren als Kandidatin des Georgischen Traums gewählt. Nun steht sie an der Seite seiner Gegner – und spricht von durchweg gefälschten Ergebnissen bei der Wahl.
Die Zentrale Wahlkommission des Landes sieht die Regierungspartei als Sieger. Opposition und internationale Beobachter dagegen bezweifeln, dass die Wahl fair abgelaufen ist.
Angesichts vieler Verstöße ist es nicht möglich, die Wahl in Georgien als frei und fair zu bezeichnen. Dem Land drohen Konfrontation und Chaos – und die EU steht vor schwierigen Fragen.
Nach der georgischen Parlamentswahl ist die Opposition schockiert, Beobachter rügen bereits Unregelmäßigkeiten – und die Regierungspartei feiert.
Die Parlamentswahl in Georgien war als Abstimmung über einen prorussischen oder proeuropäischen Kurs dargestellt worden. Jetzt entbrennt Streit über das offizielle Ergebnis.
In Georgien soll die Machtpartei mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten haben. Die russische Propaganda gratuliert den „Prachtkerlen“.