Georgien nach der Wahl : In diesem Traum ist alles käuflich

Seit der Wahl in Georgien häufen sich Berichte über Betrug an den Urnen. Die Wechselstimmung der vergangenen Monate weicht Entsetzen und Schweigen: Szenen einer Woche.
Ein öffentlicher Kleinbus, „Marschroutka“ genannt, schaukelt aus dem Zentrum in den Stadtteil Mtazminda hinauf. Ein älterer Herr mit zwei schweren Netzen voller Kartoffeln, Tomaten und Koriander klagt dem Fahrer: „Ein Glück, dass du um die Ecke kamst. Meine Alte hat mich geschickt, Gemüse einzukaufen. Dabei sind doch die Straßen gesperrt wegen der Wahlkundgebung der Regierung. Fast unmöglich, einen Bus zu kriegen.“ Der glatzköpfige Fahrer grinst. „Warum kaufst du ein? Warum holst du dir die Kartoffeln nicht direkt bei Iwanischwili?“ Der ganze Bus lacht.
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